Freitag, 27. Mai 2016

Fichtenspitzensirup, Smoothie Bowl und Blumensträuße aus dem Garten



Eine wunderschöne Erinnerung an meine Kindheit habe ich, wenn ich an Fichtenspitzensirup denke. Eine damals schon recht alte Nachbarin hatte uns Kindern ein Glas von dem dunklen Honig gebracht und uns davon probieren lassen. Der Geschmack war neu und unvergleichlich und ich hatte ihn nie vergessen, denn er schmeckte anders als der übliche Honig.

Seither wollte ich diesen immer schon einmal nachmachen, aber nachdem ich dieses Jahr eine Fernsehsendung darüber gesehen hatte, sammelte ich auf dem Grundstück meines Onkels Fichtenspitzen und kochte daraus den Sirup ein.


Mit Fichtenspitzen sind die hellgrünen, noch weichen Maitriebe gemeint, die noch nicht bitter schmecken und erst wenige Zentimeter lang sind. Um dem Wuchs der Fichten nicht zu schaden, sollte man die Triebe von vielen verschiedenen Bäumen und Zweigen entfernen - zum Glück hat mein Onkel mehrere Bäume in der Umgebung.

Fichtenspitzensirup kann man, wenn er dickflüssig genug ist, wie Honig benutzen - er hilft gegen Halsschmerzen und bronchiale Infekte.


Fichtenspitzensirup (Rezept adaptiert von hier)


1 Literbecher, ca. 3/4 gefüllt mit Fichtenspitzen
1 Zitrone
ca. 650g Zucker

Am Vortag füllt man die geernteten Fichtenspitzen in einen Literbecher und misst das ungefähre Volumen - bei mir war er 3/4 gefüllt, also füllte ich ebenso viel Wasser in den Literbecher, nämlich 750ml, kochte dies einmal zusammen auf und ließ es ca. 10 Minuten köcheln. Anschließend lässt man es bedeckt einen Tag ziehen. Nun seiht man die Flüssigkeit, die nun weißlich trüb geworden ist, ab und drückt hierbei die Flüssigkeitsreste aus den Fichtenspitzen heraus. Diese Flüssigkeit misst man nun wiederum im Literbecher ab und gibt genauso viel Zucker in Gramm wie Flüssigkeit in Milliliter dazu (bei mir waren es hier 650ml Wasser mit 650g Zucker). Dies wird nun zusammen mit zwei Zitronenscheiben sowie dem ausgepressten Saft der restlichen Zitrone aufgekocht. Nun soll der Sirup ca. 1 bis 1,5 Stunden bei geringer Hitze köcheln bis er schön dunkel und dickflüssig wird.
Anschließend in Schraubgläser füllen.
 

Seit ich das erste Mal eine Smoothie Bowl ausprobierte, bin ich ein richtiger Fan von dieser Vitaminbombe zum Frühstück geworden. Vor allem am Wochenende, wenn man länger schläft und dann relativ bald zu Mittag gekocht wird, brauche ich eher etwas Leichtes zum Frühstücken, sodass ich ein paar Stunden später auch wieder Hunger habe.

Smoothie Bowls kann man je nach Bedarf perfekt portionieren - wenn man lange satt sein möchte, verwendet man einen ganzen Becher Joghurt und entsprechende Körner- und Früchtemenge und wenn man nur etwas Leichtes zubereiten möchte, verwendet man wie ich hier für zwei kleine Portionen insgesamt 1/2 Joghurtbecher, den man mit ein wenig Apfel-Birnen-Marmelade süßt, füllt nach Belieben mit (gerne auch farblich passenden) Früchten sowie Kernen wie Leinsamen, Sesam, Kokosflocken, Sonnenblumenkernen oder Mandelplättchen auf.

Die Variationsmöglichkeiten sind quasi unendlich und so wird es auch nie langweilig - mal davon abgesehen, dass es auch ganz hübsch aussieht - was meine Schwester immer begeistert, weil sie natürlich den zweiten Teller bekommt. ;-)

Auch die Blumen aus dem Garten zieren momentan unsere Wohnräume. Hier mag ich im Frühling die Akelei fast am liebsten, weil sie sehr pflegeleicht ist, lange hält und es meist nicht auffällt, wenn man einige Blütenstängel für einen Strauß herausschneidet.


Ab damit zu Friday Flowerday, Floral FridayFotos und Sugar and Spice!

Kommentare:

  1. Guten Morgen,

    Dein Frühstück würde mir jetzt auch gefallen :-) Leider ist kein Joghurt mehr im Kühlschrank. Mein Versuch mit Fichtenhonig ging leider total in die Hose - ich hab ihn anbrennen lassen... mal sehen, ob ich mich nochmal traue. Die ganze Arbeit des Sammelns umsonst, das hatte mich soooo geärgert damals.

    VG, Steffi

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    1. Liebe Steffi,
      ich habe selbst auch zwei solche misslungenen Versuche hinter mir. Dieser Versuch sollte mein "letzter" sein - allerdings dachte ich mir, wenn ich mich an ein Rezept aus einer Gartensendung als Vorlage halte, wird es schon klappen. Tatsächlich war hier gar nichts falsch zu machen. ;-)
      Liebe Grüße,
      Sarah

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  2. Ein liebes HALLO;
    das sieht alles so liebevoll gerichtet aus auf dem ersten Bild,
    auch bei mir gibt es da Erinnerungen, mit meiner Omutti durfte ich früher, genau solchen auf ihrer Alm in Kärnten machen, ohhhh war der lecker ich liebte ihn.....
    Keinen mehr gehabt viele viele Jahre...
    Danke für die Erinnerung...
    Dein Frühstück sieht so einladend aus, gerne würde ich mich dazu setzen
    und deine Blumenfotos sind wunderschön anzusehen!!!
    Ganz liebe dankbare Grüße
    von Monika*

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  3. Hallo,

    bei diesem leckeren Frühstück und der Akelei möchte ich mich gern an deinen Gartentisch setzen. Da wäre genau meins.

    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende. Liebe Grüße! Birgit

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  4. Hallo Sarah,
    dein Frühstücksteller sieht sehr appetitlich aus, lecker :-)
    Ich hatte auch Akelei aus dem Garten ins Haus geholt und zwei Stäußchen fertig gemacht, einen davon mit verschiedensten Gräsern vom Feldrand. Ich habe blaue und lilane davon im Blumenbeet und sie vermehren sich jedes Jahr :-)
    LG, Gudrun

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