Samstag, 9. März 2019

Kurztrip nach Barcelona

Als ich aufgrund einer Weiterbildung nach Barcelona kam, war das Programm so straff, dass ich nur am Ankunftstag etwa einen halben Tag zur Besichtigung der Stadt hatte. Ich kam also im Hotel an, stellte nur den Koffer im Zimmer ab und nahm mir gleich ein Taxi zur Sagrada Família.


Zumindest diese wollte ich unbedingt sehen und hatte auch bereits zu einer festen Uhrzeit ein Ticket online vorgebucht, sodass ich ohne Anstehen hineinkonnte. Die Kirche gefiel mir sehr, da sie so hell und bunt war. Überall gab es etwas zu entdecken und man fühlte sich wie in einem Zauberwald, als wäre man ein Insekt und über einem die riesigen Baumkronen und Sonnenstrahlen, die durch allerlei Naturgewächse hindurchblitzen.



Auch von außen ist die Kirche natürlich ein absolutes Highlight und immer wieder durfte ich sie an den nächsten Tagen aus verschiedensten Winkeln von verschiedenen Veranstaltungsorten aus betrachten.




Danach machte ich mich zur Casa Batlló auf, einem weiteren architektonischen Meisterwerk von Gaudí. Hier hatte ich Glück, dass im November abends wohl nicht mehr viele Touristen unterwegs sind und durfte ebenfalls ohne Anstehen gleich das Haus betreten.


Die Infos des Audioguides in allen Zimmern waren total spannend und lenkten den Blick immer wieder auf Kleinigkeiten, die man sonst vielleicht nicht bemerkt hätte. Es gab 2 Innenhöfe in schönsten Blautönen, die Dachterrasse und auch die Terrasse vor dem Esszimmer waren toll, ebenfalls natürlich der Salon, den man von der Straße auch gleich sieht. Dort besorgte ich auch eine wunderschön bedruckte Postkarte für meine Mama.


Danach machte ich mich zur Casa Milà auf, um diese zumindest von außen noch zu betrachten. Tatsächlich bot man mir dort an, die englischsprachige Führung mit Champagnerempfang gleich mitmachen zu können. Dies war zwar etwas teurer als der normale Eintritt (34 Euro), aber sonst hätte ich am selben Tag nach 19 Uhr keine Führung mehr machen können.



Die Führung war es allemal wert. Denn obwohl die Wohnungen von Casa Milà bewohnt sind, man also nicht durch sämtliche Stockwerke und Zimmer marschieren kann, sind die Informationen und auch der Dachboden sowie die Lightshow im Dunkeln auf dem Dach und der anschließende Empfang im Innenhof natürlich ein besonderes Erlebnis.




Danach spazierte ich noch ein paar Meter durch den Park Güell, allerdings sah man hier natürlich kaum etwas, weil es schon dunkel war.




Anschließend kam meine liebe Freundin und Kollegin nach und wir spazierten durch die Altstadt und aßen Tapas.



Die Fortbildung fand im Krankenhaus Sant Pau statt. Alleine das Krankenhaus war schon ein Erlebnis für sich. Weil das Gelände und die Gebäude so einzigartig sind (entworfen von einem Schüler von Gaudí), erhielten wir eine Führung und ich habe noch selten jemanden gesehen, der so begeistert von seiner Arbeit ist. Der Guide war richtig faszinierend und wir natürlich wirklich interessiert, was ihn noch zusätzlich motivierte.


Sant Pau war ursprünglich ein Krankenhaus für Arme, da zur damaligen Zeit die Reichen die Ärzte zu sich nach Hause kommen ließen. Das Gelände wurde mit dem Gedanken der ganzheitlichen Medizin angelegt, also jedes Gebäude in einem anderen Stil mit vielen Farben, vielen Naturmotiven, aber auch sorgsam angelegte Gärten mit Orangenbäumen, Lavendelsträuchern, die dufteten. Auch Luftschleusen für einen angenehmen Luftaustausch im Sommer und vieles Anderes, wie Aufenthaltsräume mit vielen Fenstern und bunten Motiven wurden gebaut.



Gerade wenn man heute die meisten grau-in-grau-tönigen Krankenhäuser ansieht, so fühlt man sich doch auf einem so einladend gestalteten Gelände viel wohler. Das Krankenhaus war bis vor 9 Jahren in Betrieb und einige Gebäude sind es immer noch. Der Rest ist mittlerweile restauriert und man kann es besichtigen.




Insbesondere auch das Verwaltungsgebäude ist mit seinen vielen Empfangssälen besonders prächtig gestaltet, auch weil sie von den reicheren Gästen dort Spenden erhofften.




Alles in allem habe ich nicht nur in der Fortbildungsveranstaltung viel gelernt, sondern auch den kurzen Aufenthalt von 2 Tagen sehr genossen und werde bestimmt wiederkommen!

 

Samstag, 2. März 2019

Ein Wochenende in Hamburg


Im Februar verbrachte ich aufgrund einer Fortbildung ein Wochenende in Hamburg.

Natürlich wollte ich nicht nur lernen, sondern auch etwas von der Stadt sehen. So hängte ich noch eine Nacht dran und sah mir sonntags die Stadt an.

Für den Samstagabend buchten wir Karten für das Aladdin-Musical, was wirklich ein Highlight war. Die Lieder und Tänze waren wunderschön und ich war von den orientalischen Kostümen total begeistert.



Wir besichtigten die Elbphilharmonie und genossen den Ausblick auf den Hamburger Hafen.

Toll fand ich auch die Kunsthalle, allerdings war mein Freund ein wenig geschockt von manchen Kunstwerken, er ist einfach kein solcher Fan von moderner Kunst wie ich. ;-) Ich hatte auch noch nie so viele Originalwerke von Edvard Munch in einem Museum gesehen.


Wir waren durchwegs sehr lecker essen und auch wenn es sehr kalt war und schneite freue ich mich schon auf die nächste Fahrt - dann vielleicht mit etwas schönerem Wetter.

Mittwoch, 20. Februar 2019

Dezemberwochenende in Paris


Im Dezember musste ich noch Resturlaub nehmen und verbrachte spontan ein verlängertes Wochenende bei meiner Schwester in Paris. Es waren ihre letzten Tage dort nach einem 6-monatigen Praktikum. 

Da ich bereits vor mehreren Jahren in Paris war und damals einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten (Eiffelturm, Musée d'Orsay, Centre Pompidou, Arc de Triomphe, Notre Dame etc) besichtigt hatte, konnte ich mir diesmal genau überlegen, was ich zusätzlich gerne sehen wollte.
 
 
Am Ankunftstag machte ich mich - mit meinem Trolley - auf zu Montmartre, um Sacre Coeur zu besichtigen. Tatsächlich durfte ich nach einer Kontrolle mit dem Koffer hinein und genoss nach dem Aufstieg erst einmal die Ruhepause.

Es war ein sehr sonniger Dezembertag und die Aussicht war genial. Montmartre ist im Vergleich zu den restlichen Vierteln nochmal ein wenig besonderer, irgendwie eine eigene Welt. 
 
So schlenderte ich zwischen vielen Straßenkünstlern entlang und besuchte das Dalí-Museum. Es ist gleichzeitig auch eine Galerie und sehr schön gestaltet. 
 
Nun machte ich mich zu einem Vintage-Laden Chine Machine auf, den ich online entdeckt habe und konnte dort wirklich schöne Schnäppchen ergattern. Man findet hier wirklich alles Mögliche und vor allem auch Marken- und Designerware teilweise sehr günstig. Mit einigen Errungenschaften machte ich mich schließlich auf den Weg zu meiner Schwester. 
 
Sie beschloss, mir das Bankenviertel zu zeigen, da sie in diesem Bereich tätig ist und wir schlenderten dort durch den Weihnachtsmarkt. 
 
 

Der Louvre war natürlich Pflicht (bei meinem ersten Aufenthalt in Paris hatten die Mitarbeiter leider gestreikt). Dort verbrachte ich einen Großteil des Freitags und war vor allem auch fasziniert von der Kunst aus Ozeanien.

 

Danach machte ich mich auf einen Tipp meiner Schwester hin zu Shakespeare and Company auf. Dieser altertümliche Bücherladen (mit sehr vielen englischen Büchern zu meiner Freude) hielt mich eine ganze Weile gefangen. Ich kaufte zwei Gedichtbände und ließ sie original mit dem Ladenlogo bestempeln. Im oberen Stockwerk gibt es ein Zimmer mit antiken Büchern, die man zwar nicht kaufen kann, aber dort gemütlich lesen. Dort spielte auch ein Mann Klavier und die Musik klang wunderschön während des Schlenderns.


 

Da ich bereits einmal den Eiffelturm bestiegen und von dort aus fotografiert habe, wählte ich diesmal den Place de Trocadéro als Aussichtsplatz aus, denn von dort aus hat man einen direkten Blick auf den Eiffelturm.

Da meine Schwester tagsüber arbeiten musste, lief ich alleine durch die Stadt und hörte mir einen Podcast nach den anderen an. Dies lenkte deutlich von der Kälte ab und so störte es mich nie, wenn ich ein paar Minuten warten musste.
 
 

Für den Freitagabend besorgten wir Karten für die Show im Moulin Rouge und waren von der Show, aber auch dem ganzen Ambiente im Raum total fasziniert. Besonders angenehm fand ich, dass - vermutlich weil die Karten auch ziemlich teuer sind - man das Gefühl hatte, dass alle Zuschauer wirklich begeistert von dem Abend waren.

Alle klatschten begeistert oder sahen gebannt zu, ich sah keinen aufs Handy gucken oder sich unterhalten. Im Vorhinein hatte ich eine Dokumentation über das Moulin Rouge gesehen, über die Disziplin der Tänzer, aber auch die Arbeit der Schneiderinnen, die sämtliche Kostüme nähen und reparieren, die hauseigenen Ponys und was noch alles organisiert werden muss, damit die Show läuft. Damals war ich so begeistert, dass ich mir dachte, dass ich beim nächsten Parisaufenthalt dorthin gehe.
 
 

Aufgrund der Demonstrationen hielten wir uns samstags gezwungenermaßen vom Zentrum fern und bummelten durch die Gassen, kauften einige letzte Weihnachtsgeschenke und sahen uns (auf Englisch) einen Film im Kino an.

Am Sonntag besichtigten wir das Yves Saint Laurent Museum. Es befindet sich in dem Gebäude, in dem er auch Anproben hielt und als Designer tätig war. Das Arbeitszimmer wurde so belassen, wie es war und war einer der inspirierendsten Räume, die ich je gesehen habe. Der Raum war hell gehalten, aber auf den Tischen und in den Regalen tummelten sich allerlei Schätze und Stoffe zum Kreieren von Kleidern. Sein Schreibtisch war erstaunlich schlicht gehalten und auf Videos sah man, wie vertieft er in seine Arbeit war. 
 
Ausgestellt wurden asiatisch inspirierte Kleider über die Jahrzehnte hinweg - fast alles davon hätte man heute genau so auch auf dem Laufsteg präsentieren können, obwohl die Modelle teilweise aus den 70ern stammten. Als Modeliebhaberin war ich sehr fasziniert. 
 
Das merkte meine Schwester und besorgte heimlich eines der Fotobücher aus dem Museumsshop, das ich dann zu Weihnachten bekam. Danach spazierten wir an der Seine entlang und ich machte mich wieder in Richtung Flughafen auf - voller Energie und Inspiration.