Sonntag, 17. April 2016

Walnussbrot


Unsere Walnussernte war letztes Jahr sehr reichlich und so verbrachten wir nicht nur genussvolle Ewigkeiten beim Schälen und Verspeisen der frisch vom Baum gefallenen Nüsse, sondern es blieb auch genug übrig, um sie zu einem Nussbrot zu verarbeiten.

Ich mag Nussbrot ja sehr gerne - meine Familie war da etwas skeptisch. Umso überraschter war ich, als das Nussbrot innerhalb von ein paar Tagen aufgegessen war und mein Papa bereits eine neue Ladung Nüsse knackte und für das nächste Nussbrot zum Trocknen legte, noch bevor das "alte" Brot aufgegessen war. ;-)


Am besten passt zu Nussbrot meiner Meinung nach eine dicke Schicht Butter und/oder Käse. Wir haben zwar sämtliche süßen und herzhaften Beläge ausprobiert, aber diese beiden schmeckten mir eindeutig am besten. ;-)


Nussbrot (Rezept adaptiert von hier)

Sauerteig:
150g Roggenmehl
150g Wasser
Sauerteig

100g Roggenmehl
250g Weizenmehl
10g Frischhefe
1 EL Salz
ca. 200-220g Wasser
100g Walnusshälften

Am Vorabend setzt man den Sauerteig an. Am nächsten Tag verknetet man sämtliche Zutaten zu einem glatten Teig, wobei man das Wasser erst nach und nach dazugibt und die Walnusshälften erst im Nachhinein in den Teig einarbeitet. Nun wird der Teig immer wieder von außen nach innen gefaltet, sodass er an Höhe gewinnt und die Brotform erlangt. Nach 1-2 Stunden Gehzeit wird das Brot bei Wasserdampf ca. 10 Minuten bei 250°C fallend auf 220°C mit anschließend noch ca. 35-40 Minuten gebacken bzw. bis es beim Daraufklopfen hohl klingt. 

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Freitag, 15. April 2016

Springkrauternte: Springkrautblütengelee und geröstete Springkrautsamen

Bei meinen vielen Spaziergängen durch Wald und Wiesen entdecke ich immer wieder neue Wiesenkräuter und Früchte sowie Blumen, die nicht nur schön zum Anschauen sind, sondern die man auch gut zum Zubereiten von verschiedensten Speisen verwenden kann.

Hierbei bietet Springkraut, das ich früher immer als Unkraut ansah, viele Möglichkeiten. Denn tatsächlich sind Blüten und auch Samen essbar und das Wachstum dieser Pflanze ein Hinweis auf fruchtbaren Boden. 



Für das Springkrautblütengelee legt man eine Handvoll Blüten über Nacht in einen halben Liter Apfelsaft ein, sodass dieser sich nach und nach rosa färbt, und seiht die Blüten danach wieder ab. Nun kocht man dies zusammen mit Gelierzucker nach Packungsanleitung als Springkrautblüten-Gelee ein.

Die Blüten sind auch pur essbar, genauso wie die Samen. Da der Name allerdings schon besagt, dass die Samen beim Ziehen an den Blüten "springen", erntet man sie, indem man die einzelnen Blütenzweige in eine Tüte hält und darin ein wenig schüttelt, sodass die Samen dann direkt in die Tüte fallen. Diese Kügelchen röstet man nun in einer beschichteten Pfanne etwas an und gibt sie auf ein Butterbrot oder auch über den Salat.

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Dienstag, 12. April 2016

Diy: Frühlings-Weidenkranz mit Blütenknospen aus Holz

Schon lange war ein frischer Frühlingskranz für die Haustüre fällig und weil ich etwas Farbe in den Eingangsbereich bringen wollte, wählte ich zum Schmücken rosafarbene Blüten.

Als Basis dient ein selbstgeflochtener Weidenkranz, den man nach und nacht mit Efeuranken umwickelt.

Nun werden die Blütenknospen aus Laubsägenholz ausgesägt und mit Acryllack oder -farbe bemalt. Nach dem Trocknen werden die Blüten auf den Kranz geklebt und mit einer Schleife aus Bast verziert. Dazwischen steckt man einzelne Zweige von grün-weiß getiegertem Buchs.


Außerdem fertigt man noch zwei kleinere Blütenknospen, die jeweils zusammen mit kleinen Buchszweigen an eine Bastkette gehängt werden

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Sonntag, 10. April 2016

Pizza Balls

Pizzas mag ich ja unheimlich gerne - ob als Blech oder auch Mini-Pizzas, sie sind nicht nur durch Belag, sondern auch Form sehr wandlungsfähig. Nichtsdestotrotz ist es aufgrund des Belags immer ein wenig schwierig, diese z.B. für ein Picknick zu transportieren. Deshalb habe ich sie diesmal einfach zu Pizza Bällchen geformt. Gut verpackt, passend zum Thema dieses Monats von Ina's let's cook together, kommt die saftige Füllung erst beim Hineinbeißen hervor.



Pizza Balls

Teig:
250g Mehl
1 EL Olivenöl plus etwas zum Bestreichen
1/2 TL bis 1 TL Salz
1/2 Päckchen Trockenhefe

Belag/Füllung:
Tomatenmark
Gouda
8 Scheiben Schwarzwälder Schinken
8 TL Olivenöl

ggf. Sonnenblumenkerne und Grillgwürz zum Bestreuen

Zunächst bereitet man aus sämtlichen Zutaten sowie einer entsprechenden Menge Wasser einen glatten Hefeteig zu, den man nach einer Stunde Gehzeit in 8 Portionen teilt. Diese werden nun jeweils flach ausgerollt und mit jeweils einer Scheibe Schwarzwälder Schinken, einem kleinen Stück Gouda, einem TL Olivenöl sowie etwas Tomatenmark mittig belegt und wie Buchteln über der Füllung durch Verzwirbeln verschlossen. Anschließend werden die Teigbällchen umgedreht, mit Öl bestrichen und Sonnenblumenkernen sowie Grillgewürz bestreut. Die Pizza Balls werden ca. 15-20 Minuten bei 180°C gebacken.

Die Pizza Balls kann man warm aus dem Ofen genauso wie kalt genießen und eignen sich auch super zum Einfrieren. 

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Donnerstag, 7. April 2016

Gebrannte Cashews



Seit ich für meinen Sommer-Brunch gebrannte Kerne zubereitet habe, bin ich total auf den Geschmack gekommen und weil diese so einfach und schnell zu machen sind, dazu noch ein toller Snack für zwischendurch und außerdem in einer verschlossenen Dose richtig lange halten, habe ich oft welche vorrättig. 

Damit es nicht langweilig wird, variiere ich immer wieder mit dem Geschmack bzw. der Sorte von Kernen/Nüssen. Diesmal verwendete ich Cashews und fügte zur Zuckermischung noch etwas Kakao. Da die Cashews weniger Eigengeschmack als Kerne haben, nehmen sie den Zuckergeschmack toll an und sind ein Erlebnis! 

Auch über Joghurt oder Desserts streue ich sie klein gehackt sehr gerne.
  

Gebrannte Cashews

100g Cashews
70g Zucker
1 Päckchen Vanillinzucker
1/2 Tl Kakao
60ml Wasser

Zunächst gebe ich sämtliche Zutaten zusammen in einen Topf, lasse sie heiß werden, is der Zucker schmilzt und weiter bei geringer Hitze köcheln, bis die Masse fest und anschließend wieder flüssig wird. Nun wartet man, bis die Flüssigkeit karamellisiert und die gewünschte Bräune erreicht. Anschließend gibt man die Cashews auf ein Backblech uns lässt sie abkühlen. 


Wenn man diese also schön anrichten oder verschenken möchte, kann man einfach kleine Tüten aus Geschenk- oder Packpapier drehen und mit etwas Tortenspitze sowie Bast verzieren. So eine Verpackung ist schnell gemacht und sieht dabei toll aus. ;-)

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Dienstag, 5. April 2016

Diy: Allerlei Tiere, Segelschiffe und Handspiegel aus Muscheln


Im letzten Sommer veranstaltete ich nach der ersten Schnitzeljagd, von der meine Cousins und meine Schwester recht begeistert waren, noch eine weitere, die ich dann als Schatzsuche gestaltete. So erzählte ich einfach die Geschichte vom Wassermann, der immer am Ende des Sommers die weite Reise auf sich nimmt und seine unzähligen Schätze in sein Winterquartier bringt.

Nun war es also an sämtlichen Mitstreitern, die paar Schätze, die er auf dem Weg "verloren" hatte, zu entdecken und so den Weg zu finden.


Natürlich sollten die Schätze zum Thema passen und so bastelte ich am Abend zuvor (heimlich natürlich) sämtliche Tiere und Motive, die mir einfielen, aus den Muscheln, die wir während vieler gemeinsamen Urlaube zusammen gesammelt hatten.

Auf die Idee brachte mich eigentlich meine Schwiegermama, weil sie Muscheln zubereitet hatte und mir danach die Muschelschalen zum Basteln schenkte. Tatsächlich bastelte ich auch weitere Schätze aus Treibholz, aber diese werde ich ein anderes Mal zeigen. ;-)

Am einfachsten war natürlich die Muscheln mit einer Perle zu verzieren, aber wenn man dies so auf einen Stein mitten im Teich legt, wirkt diese doch sehr reizvoll, wenn man sie entdeckt.

Nun gibt es natürlich unzählige Tiere, die man aus Muscheln formen kann und wenn man einmal dabei ist, schafft man an so einem Abend unheimlich viel.



Ganz schnell gemacht sind die Fische und die Schildkröte.



Ein wenig länger dauert es, bis man für die Eule und Libelle die passenden Muscheln zusammengesucht hat.



Für die Taube brauchte ich am längsten, einfach weil man erst planen muss, wie man welche Muschel anordnet.

Etwas kniffliger sind die Segelschiffe, weil sie vor allem auch stabil sein müssen. Diese Stabilität ist durch die Holzspieße schon ein wenig garantiert, aber trotzdem muss man darauf achten, dass sie nicht zu "schief" zusammengeklebt sind, sonst kippt das Schiff einfach um. Das Gute ist, dass man hier noch viel korrigieren kann, bis der Heißkleber getrocknet ist und dann einfach nur Abwarten und Festhalten muss, bis alles fest ist.

Hier entstanden ein dunkles Piratenschiff  und ein weißes Segelschiff.



Am Ende der Schatzsuche bekam jeder einen ganz besonderen Schatz, die beiden Jungs jeweils Klangspiele aus Treibholz und meine Schwester einen selbst gebastelten Handspiegel, mit allerlei kleinsten Muscheln reich verziert. Dieser dauerte natürlich ein bisschen länger als die kleinen Figuren, weil man die kleinen Muscheln erst einmal in ihrer Anzahl zusammenfinden muss, aber eigentlich war auch dieser relativ zügig gemacht.

Ich verwendete dafür eine große Muschelschale, einen kleinen Spiegel und als Griff ein Stück Laubsägenholz, das ich mit der Heißklebepistole stabil an der großen Muschelschale festklebte. Dann wurde der Spiegel in die Muschelschale geklebt und sämtliche Ränder sowie der gesamte Griff vorne und hinten mit lauter kleinen Muscheln beklebt. Durch die Detailarbeit gefiel mir der Spiegel sofort und auch meine Schwester mochte ihn sehr gerne.

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Samstag, 2. April 2016

Chiliernte: Mexikanische Pizza, Peperoncino-Öl und in Essig eingelegte Chilischoten

Dank meinem Onkel, der leidenschaftlich verschiedene Chilisorten in seinem Garten züchtet und nicht nur die kleinen Pflänzchen in der Familie verteilt, sondern auch eingelegte Öle oder Essige, die er daraus macht.

Da mein Papa fast jedes Nudelgericht zusätzlich mit einem Peperoncino-Öl, das ich ihm jedes Jahr frisch zubereite (Rezept hier), schärft, wollte mein Onkel ihm eine Freude machen und bereitete ein solches für ihn zu.

Die übrigen Chilis legte er unter anderem auch zusammen mit Knoblauchzehen in Essig ein. Man kann sie nun in Stücken zum Beispiel zum Aufstrich dazu essen (die Grünen sind hier nicht so scharf), auf eine Pizza legen oder auch kleinschneiden und Nudelsoßen damit würzen.

Meine Mama schneidet die Pepperoni immer klein (mit Gummihandschuhen, weil sie wirklich scharf sind), friert sie ein und gibt dann zu jeder Soße nach Geschmack ein wenig davon dazu.


Pizza gab es hier schon in sämtlichen Variationen und ich werde nie müde, mir immer wieder neue Beläge auszudenken. Meistens orientiere ich mich an genau den Zutaten, die wir zufällig zu Hause haben. Diesmal wollte ich unbedingt die eingelegten Pepperoni meines Onkels T. ausprobieren.



Passend zu den scharfen Pepperoni belegte ich die Pizza mit mexikanischem Gemüse (Mischung aus der Dose) und schnitt Mini-Kabanossi in Scheiben, die ich dann großzügig darüberstreute.
Auch wenn die roten Pepperoni vorsichtig verzehrt werden mussten, so verliehen die Pepperoni der Pizza eine gute Schärfe und die Mischung schmeckte uns sehr!


Mexikanische Pizza
400g Mehl
1 Päckchen Trockenhefe
1 EL Olivenöl
1 TL Salz
Wasser

1 Dose Gemüsemischung mexikanisch (Karotten, Mais, Erbsen)
400g passierte Tomaten
1 EL Tomatenmark
Pepperoni oder Chili (grüne Schoten sind milder)
250g Mini-Kabanossi

Geriebener Parmesan oder Reibekäse

Zunächst bereitet man aus sämtlichen Zutaten einen Teig zu, den man ca. 1 Stunde ruhen lässt. Nun rollt man diesen dünn aus, bestreicht ihn mit einer Mischung aus Tomatenmark und passierten Tomaten und belegt ihn großzügig mit Mini-Cabanossi-Scheiben, den Gemüsesorten und anschließend mit den Chilis/Pepperonis bzw. dem Käse. Die Pizza wird ca. 15-20 Minuten bei 180°C gebacken.



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