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Donnerstag, 30. Oktober 2014

Curry Fondue und Tapas Abend (geröstete Kartoffelecken, Kräuterbaguette, Aioli, Käsekuchen mit Baiserhaube, Schokocupcakes mit "Prinzregentenfrosting" und Toffifee-Eiscreme)


Kurz nach dem asiatischen Abend bekam ich meine alljährliche kurze "Sommer-Ende-Panik", bei der ich befürchte, dass das nächste Mal, an dem ich die Möglichkeit habe, alle meine lieben Freunde daheim an einen Tisch zu bringen und zu verköstigen, so bald nicht sein wird und deshalb relativ spontan noch einmal alle zu mir einlade.

Das Curry-Fondue ist bei uns mittlerweile schon ein Klassiker, den ich schon oft serviert habe und den trotzdem alle sehr mögen, deshalb fiel die Wahl wieder einmal auf dieses! Dazu gab es mein allseits beliebtes Kräuterbaguette, Nachos, Salsa- und Aiolidip, geröstete und gewürzte Kartoffelecken und als Nachspeise Goldtröpfchen-Käsekuchen, Schokocupcakes und Toffifee-Eiscreme. So war für jeden etwas dabei und danach nahm jeder gerne ein wenig Süßes mit nach Hause. ;-)

Es war das erste Mal seit Jahren, dass wir alle wieder in dieser Runde zusammensein konnten, mit ein paar "altbekannten" Gesichtern und einem neuen - dementsprechend laut ging es natürlich auch zu. ;-) Daraus wurde ein sehr schöner Abend und ich freue mich, dass meine "Sommer-Ende-Panik"-Einladung diesen möglich gemacht hat!



Curry-Fondue (adaptiert aus Dr. Oetker "Fondue")

80g Butter
60g Weizenmehl
3-4 EL Currypulver
1 L Brühe
300g Doppelrahmfrischkäse
Paprikagewürz, Pfeffer, Salz
2-3 TL Zitronensaft

Zunächst zerlässt man die Butter, schwitzt dann Mehl und Curry darin an und löscht mit der Brühe ab. Diese lässt man nun aufkochen und bei milder Hitze unter Rühren 10 Minuten köcheln. Während die Soße weiterköchelt, rührt man den Frischkäse unter und würzt noch mit Salz, Pfeffer, Paprika- und Currygewürz sowie Zitronensaft nach. Dies geht so lange, bis die Soße eindickt.

Das Praktische an dieser Soße ist, dass man jederzeit noch 0,5 bis 1L Milch dazugeben kann, sollte man im Laufe des Abends das Gefühl bekommen, dass sie nicht reichen könnte, ohne dass es am Geschmack wesentlich etwas ändert.


Baguette mit Kräutern

1kg Mehl
40g Frischhefe
20g Zucker
20g Salz
50ml Olivenöl
ca. 500ml Wasser
Kräutersalz, Pfeffer, Oregano

Für die Baguettes vermischt man Mehl, Hefe, Zucker, Salz, Olivenöl und je nach Bedarf nach und nach Wasser zu einem Hefeteig, den man 1-2 Stunden gehen lässt. Dann teilt man ihn in 3 Portionan à ca. 500g und formt diese zu Baguettes. Während der Ofen auf 200°C aufheizt, gehen diese noch einmal. Dann werden sie mit Olivenöl bestrichen, für 15 Minuten gebacken, herausgenommen und noch einmal mit dem Öl bestrichen. Diesmal werden sie auch noch großzügig mit Pfeffer, Oregano und Kräutersalz bestreut und für weitere 20 Minuten gebacken, bis sie goldbraun sind.

Zur Sicherheit würde ich für 7 Personen immer mindestens 2 Ladungen Baguettes machen, was natürlich immer auch von der Menge der weiteren Beilagen abhängt, aber diese kann man generell noch mindestens eine halbe Woche zur Suppe, als Sandwich oder einfach so essen bzw. einfrieren, falls sie übrig bleiben sollten.



Käsekuchen mit Baiserhaube (adaptiert aus: "Das große Backbuch" von kochen und genießen)

Teig:
150g Mehl
2 EL Puderzucker
1 Prise Salz
75 g Margarine
1 Eigelb

Füllung:
3 Eier, getrennt
750g Magerquark
150ml Öl
140g + 100g Zucker
1,5 Päckchen Vanillepuddingpulver
1 Päckchen Vanillinzucker
2 EL Zitronensaft
500ml Milch

Zunächst bereitet man aus den Zutaten einen Teig zu, den man dann flöckchenweise in die eingefettete Springform gibt, bis Boden und Rand dünn bedeckt sind. Den Boden sticht man nun mit der Gabel ein paar Mal ein. Darauf kommt eine Mischung aus 3 Eigelben, 750g Magerquark, Öl, 140g Zucker
1 Päckchen Vanillinzucker, 2 EL Zitronensaft und 500ml Milch.
Dies bäckt man nun bei 175°C ca. 55 Minuten. Kurz vor Ende dieser Backzeit schlägt man 3 Eiweiß mit 100g Zucker steif. Die Baisermasse wird nun auf den halb fertig gebackenen Käsekuchen gestrichen, wobei am Rand 1 cm ausgelassen wird. Nun wird die Torte weitere 20 Minuten gebacken und direkt nach dem Herausnehmen wird mit dem Zahnstocher mehrmals in die Baisermasse eingestochen, damit sich später beim Abkühlen kleine Goldtröpfchen bilden.



Schokocupcakes mit "Prinzregentenfrosting"

125g Butter
140g Zucker
1 Päckchen Vanillinzucker
3 Eier
2,5 EL Kakaopulver
150g Mehl
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
200ml Milch
1 EL Rum

150g Puderzucker
25g Kakaopulver
25g Kokosfett, zerlassen
3-4 El heißes Wasser

Für die Cupcakes werden sämtliche Zutaten zu einem glatten Teig verrührt und bei 175°C ca. 20 Minuten gebacken. Für das Frosting wird einfach Puderzucker mit Kakaopulver und Kokosfett vermischt und so viel Wasser langsam hinzugegeben, bis die Masse streichfähig ist. Dann wird das Frosting auf den abgekühlten Muffins verteilt. Achtung, dieses wird relativ schnell fest, falls man also Streusel darauf geben möchte, sollte man das relativ zügig tun. Dadurch sind die Cupcakes allerdings auch perfekt zu transportieren!



Toffifee-Eiscreme mit Schokostückchen (für ca.1,5 bis 2 Eisbehälter, Grundrezept adaptiert von hier)

1 Dose gesüßte Kondensmilch
3 EL geschmolzene Butter
200g Toffifeeaufstrich
500ml Schlagsahne
50g Schokolade

Zuerst verrührt man die Kondensmilch mit der Butter und dem Toffifeeaufstrich. Dann schlägt man die Schlagsahne steif und hebt die Toffifeemischung vorsichtig unter. Zum Schluss wird die Schokolade in kleine Stückchen geschnitten und hinzugefügt. Dies wird dann mindestens 5 Stunden eingefroren.



Weiterhin gab es noch Nachos mit Käse- und Chiligeschmack. Insgesamt konnte man 3 verschiedene Dips ausprobieren: das Curryfondue, Salsadip und superleckere Aioli, die die Schwiegermama netterweise stiftete.

Geröstete und gewürzte Kartoffelecken 

Kartoffeln
Olivenöl
Oregano, Salz, Pfeffer, Paprikagewürz

Zunächst holt man eine große Schüssel Kartoffeln aus dem Keller (ca. 1-2 kg), schält diese und schneidet sie in Ecken. Diese vermengt man dann in einer Schüssel mit Olivenöl, Oregano, Salz, Pfeffer und Paprikagewürz und lässt sie auf einem Backblech bei 180°C so lang backen (je nach Dicke 45 Minuten oder länger), bis sie an den Rändern schon ein wenig kross sind. Ich schiebe das Blech immer lieber früher in den Ofen, drehe dann die Hitze etwas herunter und decke das Blech mit Alufolie ab, während es warmgehalten wird. Lieber ein wenig warmhalten, als dass die Gäste da sind und die Kartoffelecken noch nicht fertig. ;-)




Wir waren 7 Personen und weil bei dieser Anzahl von Gästen ein Fondue einfach zu wenig ist, war meine Freundin C. so lieb, mir ihr Fondue mit auszuleihen. So konnte jeder bequem an sein Fondue heranreichen und auch alle anderen Leckereien wurden in verschiedenen Schüsseln so verteilt, dass sie für jeden einfach zu erreichen waren.

Mein eigenes Fondue ist elektrisch und so lässt sich die Temperatur je nach Bedarf hoch- und runterregeln. Dies ist sehr praktisch, wenn die Soße nach einer Weile wieder ein wenig stärker erwärmt werden soll oder aber ein zu heiß geworden ist. Bei denjenigen mit Feuer ist die Temperaturregelung nicht immer so ein leichtes Unterfangen und beim Elektrischen kann man auch nach längerem Abkühlen die Soße wieder kurz erhitzen, wenn jemand doch noch etwas haben möchte.




Die liebe C. überraschte mich außerdem mit einem tollen Mitbringsel: einem Spaghettikürbis.

Bis dahin hatte ich von einem solchen noch nie gehört und als sie mir erklärte, ich solle Löcher hineinstechen, ihn kochen und dann kämen Spaghetti heraus, nun ja... da war ich mir kurzzeitig nicht ganz sicher, ob ich nicht irgendetwas verpasst oder falsch verstanden hätte, weil es sich so exotisch anhörte. ;-)

Aber dann wurde gegoogelt und siehe da, C. hatte vollkommen Recht und deshalb wird es bald einen Bericht über mein Erlebnis mit dem Spaghettikürbis geben. ;-)



Wie beim asiatischen Abend gab es eine Schorle aus meinem Melonensirup und diverse Säfte zum Trinken. Weil es so viel Süßes gab, ist dies mein Beitrag zum Sweet Treat Sunday!

Zeitplan: Sämtliches Süße habe ich bereits am Abend zuvor zubereitet. Das Baguette wurde am Morgen der Feier gebacken. Den Nachmittag über gab es dann eigentlich nichts zu tun, denn nun kam nur noch die Zubereitung des Fondues sowie der Kartoffeln, wobei beides schnell ging und nur eine Weile köcheln bzw. im Ofen sein musste, weshalb ich die letzte Stunde vor Eintreffen der Gäste in Ruhe den Tisch decken bzw. Reste abspülen konnte.





Elektrisches Fondue Harmony von Rommelsbacher z.B. von hier

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Kleines Dankeschön an liebe Freunde und Unternehmungen in Passau


Seit wir alle zusammen beim Bergwandern waren und ich netterweise mit meinen lieben Freunden K. und M. mitfahren konnte, hatte ich mir überlegt, wie ich mich bei ihnen für diverse größere Gefallen revanchieren könnte.


Zum Beispiel hat M. mich letztes Jahr nach Nürnberg zum Besuch unserer gemeinsamen Freundin V. mitgenommen und K. hat mir für einen ganzen Monat in ihrer Stadt ihr Rad geliehen. Da beide sehr großzügig sind und nie etwas dafür annehmen würden, beschloss ich, ihnen stattdessen einfach ein paar Kleinigkeiten zu schenken. Denn ein Geschenk kann man ja bekanntlich kaum ablehnen. ;-)




Nun, da ich während des Monats in Passau die Stadt quasi wieder neu kennenlernte (nachdem ich dort normalerweise nur hin und wieder einmal ein paar Stunden verbringe), wollte ich ihnen einen Gutschein für ein gemeinsames Essen in einem der zahlreichen Restaurants schenken.



Da ich viele gute Restaurants kenne, war die Auswahl schwer, aber schlussendlich traf ich die Entscheidung aufgrund der Wahnsinnsaussicht die man vom Oberhaus aus über die gesamte Stadt hat, einfach, weil es so noch ein wenig mit einem Ausflug verbunden ist.

Weiterhin ließ ich eines der Fotos vom Bergwandern von ihnen beiden entwickeln und rahmte es. Dazu kamen noch zwei Päckchen heiße Schokolade und dies alles kam nun mitsamt dem Fahrradschlüssel und einem großen Dankeschön in K.'s Briefkasten.

Wie gehofft konnte ich den beiden damit eine große und Überraschungsfreude machen. ;-)






Natürlich hatte auch ich meinen Monat in Passau ausgenutzt und währenddessen insgesamt 4 Kunstausstellungen besucht.

Zwei dieser Ausstellungen, nämlich das Kunstprojekt "Junge Kunst 2014" und "Wolkenschauen" befanden sich in der Sankt Anna Kapelle, in die mein Papa und ich grundsätzlich schauen, wenn wir in der Nähe sind, auch weil hier kein Eintritt verlangt wird, und zwei weitere, nämlich "Japanische Keramik aus dem Anagama-Ofen - Jan Kollwitz" und "Traumwelten" im Museum moderner Kunst. Von jeder war ich auf seine Art begeistert und meine Faszination von Kunst ist eigentlich noch größer geworden!




Als ich letztens mit Monsieur auf dem Weg ins Kino zum Ansehen von "Madame Mallory und der Duft von Curry" (toller Film übrigens) war, besuchte ich vorher noch kurz das flämische Schokoladenhaus, denn frisch gefertigte Pralinen sind immer gut für einen edlen Snack, wie ich von meiner Freundin S. schon während der Schulzeit gelernt hatte. S. ist immer gut für kleine Verwöhnungs-Überraschungen im Alltag! ;-)

So wählte ich für jeden zwei Pralinen aus, stöberte dabei noch in dem schönen Laden und sah dabei den Meistern bei der Arbeit zu, denn das besondere in diesem Laden ist, dass man schon durch die Schaufensterscheibe in die Küche blicken und so den Konditoren bei der Pralinenherstellung zusehen kann.


Dabei wird man dann von den anderen Kunden angesprochen, einfach, weil die Pralinen so lecker sind, dann kommt auch noch der Konditor persönlich aus der Küche und verwickelt einen in ein sehr nettes Gespräch über den Laden und fordert einen persönlich auf, so viele Fotos zu machen, wie man möchte und auf jeden Fall von den "nicht so gelungenen" (= superleckeren, aber nicht perfekt aussehenden) Pralinen, die in einer Schale auf dem Tresen bereitstehen, zu probieren. 

So verspeiste ich auf dem Weg aus dem Laden, von dem ich bereits beim Befüllen der Schultüte für meine kleine Schwester sehr begeistert war, mit einem Lächeln auf den Lippen genüsslich die unheimlich leckere Praline und besuchte gleich danach die letzte meiner vier Kunstausstellungen, bevor wir im Kino von leckerem Essen, Festen und fremden Kulturen verzaubern ließen.





Verbunden mit einem Kinobesuch wird dann schon mal eines der Cafés besucht, hier gibt es viele Favoriten - diesmal war es das Café Kowalski, in dem wir vom Balkon aus einen Blick auf die Innstadt hatten.

Passau ist eine wundervolle Stadt, um ein paar Stunden seiner Freizeit dort zu verbringen! 

Mittwoch, 6. August 2014

Hochzeitseindrücke



Da mein Onkel und meine Tante mich gebeten hatten, neben dem professionellen Fotografen selbst auch einige "ungestellte" Fotos während ihrer Hochzeitsfeier zu machen, entstand eine richtige Bilderflut - einerseits von sämtlichen Familienmitgliedern (was ein Segen war, denn der Fotograf konzentrierte sich vor allem auf das Brautpaar und man will ja auch ein paar Familienfotos und "Outtakes" haben) und andererseits von Details wie Dekoration, Essen etc.



Die Gestecke waren in rosa-grün-weiß gehalten und schmückten die Tische, das Brautauto und natürlich die Braut.





Das Menü diente (auf transparentem Papier um ein Teelicht gewickelt) zur Tischbeleuchtung und -dekoration.



Das Wirtshaus, in dem gefeiert wurde, ist direkt neben dem Schloss in unserem Ort und der Empfang nach der Kirche fand auch direkt im hauseigenen Biergarten bzw. der ursprünglich erhaltenen Scheune mit allerlei Häppchen (Satéspieße, Fleischpflanzerl, Schnitzel, mit Forellen/Schnitzeln belegten Baguettescheiben, gefüllten Teigschnecken) und natürlich Getränken statt - was bei der Hitze auch nötig war!

Hier fanden die Glückwünsche und Schenkungen statt (das Geschenk von mir waren heimlich gemachte Fotos von ihren beiden Kindern, die ich in einer Collage zusammenstellte und rahmte), bevor wir zum Essen in den großen Saal gingen.





Als Vorspeise gab es italienische und bayerische Platten mit allerlei Köstlichkeiten (Melonen mit Schinken, Pesto-Nudelsalat, panierte Zucchinischeiben, Schrimps, Lachs und Kalamari mit Kräuterdip, Obazda, Sülze, Entenschmalz mit Schinkenstücken, rote Beete, mit Frischkäse gefüllte Paprika, dazu verschiedene Baguettescheiben), für die der hiesige Koch bereits bekannt ist.




Dem Hauptspeisenangebot, das bunt mit Blüten dekoriert war, kam noch ein Salat mit würzig gerösteten Nüssen zuvor.

Als Hauptspeise konnte man zwischen Seeteufel in Kräutersahnesoße mit Duftreis , Kalbsrücken vom Milchkalb auf frischer Pfifferlingrahmsoße mit Semmelknödel und gefüllte Schweinelende mit Parmaschinken und Mozzarella an sommerlichem Gemüse mit Berner Rösti auswählen.



Die Nachspeise bestand aus Panna cotta mit Himbeersoße, Mousse au chocolat und Tiramisu - Eines leckerer als das Andere, weshalb einige gleich mehrere Nachspeisen verlangten (wie meine Tante unter dem Deckmantel ihrer Kinder "die angeblich noch nichts bekommen hätten", um sich vor der Bedienung nicht zu "outen").

Außerdem gab es noch ein Kuchenbuffet mit einer herzförmigen Erdbeer-Hochzeitstorte, Nussecken, Blätterteigstangen mit Nussfüllung, bunt verzierten Muffins, aber auch Wurstsalat und Käse mit Baguette für diejenigen, die es zu später Stunde lieber herzhaft mögen.

Zwischen den Gängen und auch während der Pausen, die die Band einlegte, brachten einige Einlagen Stimmung in die Gästeschar.



Dazu gehörte einerseits ein Feuerwerk, andererseits ein durch die besten Freunde vorgetragener und unheimlich lustiger Sketch und das durch den Sportverein gesungene Lied unseres Dorfes.

Auch die Braut hatte heimlich einen Song mit der Band für den Bräutigam eingeübt und überraschte uns mit ihrer Stimme.



Ihre Schwestern hatten aus der gesamten Familie Informationen und Insider über das Brautpaar zusammengesammelt und daraus eine Zeitschrift erstellt, die sie verteilten.

Außerdem durfte sich jede Familie eine der Postkarten mit Fotos des Brautpaares oder ihrer Kinder aussuchen, die bereits frankiert und mit einem Datum versehen waren, an dem man dem Brautpaar ein paar Grüße und eine Erinnerung an ihre Hochzeit schicken sollte.



Dazwischen wurde natürlich getanzt und viele Bilder geschossen, denn: Die Schwestern der Braut hatten einen Bilderrahmen sowie eine Anzahl an Perrücken, lustiger Brillen, Angelzubehör (das Hobby des Bräutigams) und anderer lustiger (Party-) Accessoires bereitgestellt, damit sämtliche Gäste zu zweit oder in Gruppen für lustige Fotos für ein eigenes Hochzeitsalbum posierten. Auch wenn gerade die älteren Gäste zunächst einmal etwas irritiert waren, so war dies im Nachhinein der größte Spaß!

Der Lebensbaum auf der Leinwand sollte durch sämtliche Fingerabdrücke der Hochzeitsgäste mit Blättern gefüllt werden, sowie das Herz des Baumes mit denen des Brautpaars.





Auch für die Kinderfreude sorgten die Brautschwestern durch leuchtende Neonarmbänder, die sie verteilten, als es dunkel wurde, und davon so viele, dass einerseits für sämtliche Erwachsene auch noch genug da waren und andererseits die Kinder lange Ketten daraus zusammenstecken konnten.

Freitag, 1. August 2014

Besuch beim Mittelaltermarkt - Ausflug mit den "Kleinen"


Da ich meiner Schwester nach einem wirklich schönen Aufenthalt letztes Jahr mit meinen Freunden beim Mittelaltermarkt einen Ausflug dorthin versprochen hatte und die Fahrt also ohnehin schon organisiert war, beschloss ich, gleich noch meine Cousins mit einzupacken - ob ein Teenager, auf den man aufpassen muss, oder 3 macht dann auch schon keinen Unterschied mehr und die Kleine war natürlich genauso wie die Jungs begeistert von der Idee!



Auf dem Weg zum Markt, der sich auf einer Halbinsel inmitten der Stadt befand, kamen wir natürlich am Dom und anderen Sehenswürdigkeiten vorbei. Ich dachte immer, dass Sagen und Geschichten zu bestimmten Denkmalen interessanter seien, wenn man sie direkt vor der besagten Statue erzählt.

Diesmal lief es allerdings anders, da die Jungs mich während der Zugfahrt schon nach Geschichten löcherten.

Also erzählte ich ihnen, was mir einfiel, was unter anderem die Geschichte des "Gänsepriesters", eines alten Patrizierhauses mit Ballsaal, die Sage über die Entstehung der Steinernen Brücke und sämtliches Wissen und die Geschichten, die mir aus dem Besuch der Tropfsteinhöhle in Erinnerung geblieben waren.

Die Kinder konnten natürlich nicht genug hören und irgendwann fiel mir auf, dass auch die Reisenden in den Sitzen neben uns zuhörten. ;-)

So stieg gerade N. völlig begeistert aus dem Zug und ging um jede Statue vorsorglich einmal herum, weil ich ihm verraten hatte, dass man das Geheimnis des Gänsepriesters herausfindet, indem man ihn einmal von hinten betrachtet.

Sie schauten jede Statue und auch den Dom sehr genau und voller Faszination an, bis ich ihn endlich zum Gänsepriester brachte, der natürlich eifrig mit der Kamera dokumentiert wurde.


Mit ein paar Geschichten ist für sie eine Stadtführung gleich interessanter und auf dem Weg zum Mittelaltermarkt machten wir natürlich einen Pflichtstopp bei der berühmten Wurstküche, um Würstchensemmeln für alle zu holen mit den besten Würstchen und Semmeln der Stadt!




Dies stärkte uns für den Weg und wir betrachteten voller Begeisterung sämtliche Flechtkörbe, Holzschnitzereien, geschmiedete Münzen und Waffen, Kostüme, Schmuckstücke, wunderschöne in Leder eingebundene Notizbücher, sämtliche Kristall- und Steinarten, Wurf- und Spielstände etc.




Fasziniert haben uns auch die bunten Kränze, mit denen fast alle kleinen Mädchen herumgelaufen sind. Ich hatte vom letzten Jahr noch ein geflochtenes rotes Lederband, das ich mir ins Haar band - als Ausgleich für die prächtigen Kränze, die leider nur an kleinen Kindern wirklich süß aussehen.

Das Lustigste ist, dass ich mit diesem Foto die Kränze dokumentieren wollte und mir erst im Nachhinein beim Betrachten auffiel, dass ich hierbei unbeabsichtigt ein Paparazzifoto wohl von einem der Standbesitzer bei der Mittagsruhe gemacht habe. ;-)


Bei den Schmuckständen hielten meine Schwester und ich uns natürlich am längsten auf, wodurch für sie zwei Talismanketten und für mich funkelnde Ohrringe heraussprangen.
 
Interessiert betrachteten wir die Wahrsagerin, aber keiner von uns traute sich, zu ihr zu gehen - wir sind zwar grundsätzlich nicht so abergläubisch, aber wollten generell einfach unsere Zukunft lieber nicht wissen.
 

An Essensspezialitäten gab es natürlich alles, was das Herz begehren kann: Langosch, gegrillte Fleischspieße, Orientalisches (Baklava und orientalischer Reis), frittierte Apfelscheiben in Panade, Schupfnudeln mit Sauerkraut, Sengzelten in verschiedenen Variationen, gebrannte Nussmischungen etc. 

Etwas Besonderes sind auch immer die verschiedenen Met(Zaubertrank)sorten und der mittelalterliche Pfeffer-, Pfirsich- und Kirschwein.



Gegessen haben wir Langosch mit Schmand, Schinkenwürfeln, Käse und Knoblauch und eine Nutella-Crêpe sowie süßes (mit Schokostückchen) und herzhaftes Stockbrot (mit Paprikastückchen und Gewürzen) von dem die Jungs so begeistert waren, dass ich es unbedingt demnächst einmal selbst ausprobieren muss!

Inspirierend fand ich die Idee, gebratene Champignons in der Brotschale zu servieren und da ich das Rezept hierfür bereits erprobt habe, wäre das eine interessante Idee...

Und trotzdem antwortete der Größte auf die Frage, was denn am besten gewesen sei, grinsend mit "Würstchensemmel", weshalb wir auf dem Rückweg noch einmal daran vorbeigingen und eine Ladung holten.



Bei der Hitze machten wir natürlich noch einen kleinen Abstecher ins Diba, die beste Eisdiele der Stadt, bei der man nie voraussagen kann, welch besonderen Sorten sie wohl gerade haben, weil diese sehr kreativ sind und ständig wechseln.

Außerdem sind die Kugeln wirklich sehr großzügig bemessen, weshalb und auch wegen der großartigen Qualität man den nicht ganz günstigen Preis (der hier in der Stadt allerdings leider üblich ist) gerne zahlt.

Hier gab es Eis für alle, wonach wir uns langsam auf den Heimweg machten.

Mein Tipp für zweistündige Zugfahrten mit Kindern (oder Erwachsenen - hier sind alle gleich) sind: Erstens immer genug Keksvorrat, zweitens mindestens ein Kartenspiel und drittens genug Geschichten zu erzählen.

Wenn man auf der Heimfahrt schon zu müde zum Geschichtenerzählen ist, dann hilft einem hier das Kartenspiel gut weiter.

Mit meinen Freunden wird einfach immer ein Buch gelesen oder geredet - aber mit dem Lesen haben die Jungs es nicht so.



Auch ganz wichtig: Man sollte darauf achten, dass jedes Kind zumindest ein kleines Souvenir ergattert hat, das es als Erinnerung mit nach Hause nehmen kann - irgendwie geht ihnen etwas ab, wenn das fehlt.

Mit diesem Ausflug habe ich auf jeden Fall einen Glückstreffer gelandet, weil er allen "Kindern"  (die ja mittlerweile schon längst Teenager sind) sehr gefallen hat und gerade in dem Alter ist es etwas sehr Besonderes, wenn sie so gerne mit ihrer "älteren" Cousine etwas unternehmen, weshalb ich schon überlege, was wir als Nächstes zusammen machen könnten.