
Schon als Kinder war uns die lange Wanderung zu einem alleinstehenden Baum mitten an einem Weidenhang über einem kleinen Sumpf nie zu weit, sodass wir immer wieder unsere Brotzeit dort hinaufschleppten, um im Schatten des Baumes Spiele zu spielen oder auf dem zugehörigen Jägersitz die Gegend zu beobachten, herumzulaufen und uns Geschichten auszudenken.
Noch heute ist dieser Baum deshalb etwas Besonderes und immer, wenn wir daran vorbeikommen, holen wir das Brett unter den Wurzeln hervor, wickeln das wetterfeste Seil vom Ast und bauen unsere Schaukel wieder zusammen, um ein wenig die Aussicht zu genießen und über dem Hang zu schaukeln.

Auf unserem Spaziergang entdecken wir natürlich je nachdem, welche Strecke gegangen wird, unendlich viel Sehenswertes.
Eine dieser Sehenswürdigkeiten ist die Pestsäule, die an die vielen an der Pest Gestorbenen sowie die davon Verschonten in der Geschichte unseres Dorfes erinnert.

Auf dem Weg entdeckt man natürlich immer wieder Jägersitze, auf die wir immer noch gerne klettern, um uns umzuschauen.
Auch eine große Anzahl an Tieren haben wir hier auf dem Weg von einem Hof bzw. Haus zum anderen. Dabei gibt es hier keineswegs so viele Bauernhöfe wie es scheint, sondern viele Bewohner unseres Ortes mit größeren Gärten halten dort Tiere.
So kann es im Sommer schon mal vorkommen, dass wir die Heuballen auf dem Feld zum Anlass für einen kleinen Ausflug mit den Cousinen nehmen. Hier kann man sie hochheben und auf die Ballen setzen, sie dann herunterrutschen lassen und sie auffangen. Das macht den Kleinen (und natürlich auch den Großen) unheimlich viel Spaß.
Als wir nun schon einmal auf dem Feld waren, gingen wir gleich noch eine größere Runde und schauten wie bei einem Tiergartenbesuch bei sämtlichen Gärten mit Tieren vorbei.
Dabei ging es vorbei an einem Hof mit drei weißen Ponys, die wir streichelten und beobachteten.
Dahinter standen auch noch die Kühe und man hörte die Pfauen (gesehen haben wir sie an diesem Tag leider nicht).

Natürlich geht fast jeder Spaziergang an unserem Grundstück mit den Weihern vorbei, in dem die Familie früher Schafe und Hühner hielt und wo momentan noch Forellen gezüchtet werden. Diese werden dann gerne geangelt und zum Beispiel vor Ostern zubereitet.

Dort findet man an den Ufern öfter mal Muscheln und im Wald nebenan schon mal ein paar kleine Laubfrösche.
Auch einen riesigen Ameisenhaufen gibt es, weshalb man mit offenen Schuhen doch etwas misstrauisch werden sollte, wenn man etwas an den Füßen spürt. ;-)
Dass meine Oma keine Schafe mehr hat, ist nicht weiter schlimm, denn eine Nachbarsfamilie hat einige im Garten.
Eine weitere große Weide hat gleich viele verschiedene "Bewohner",
nämlich Wollschweine, ein Pony, Pferde und kleinere Rinder. Dafür ist
die Weide natürlich auch riesig groß. ;-)
Ansonsten gibt es natürlich einige Gärten mit Hühnern, Gänsen und sogar Truthähnen.

Vorbei kommt man hier auch an einer großen Anzahl an Obstbäumen mit Birnen, Äpfeln, Mirabellen und Nussbäumen, entlang an einem Feldweg, der zu den Jugendzeiten meiner Oma immer "Liebesweg" hieß und aufgrund der Flurbereinigung quasi allen Dorfbewohnern gleichermaßen gehört.
Deshalb machen wir bei einem Spaziergang im Herbst immer einen kurzen Umweg für eine Portion Obst auf dem Weg.


Ein "Pflichtbesuch" beim Nach-Hause-Kommen ist natürlich das Rehgehege neben unserem Garten, die regelmäßig von den Kindern mit Gras gefüttert und gestreichelt werden.
So wird ein Spaziergang immer zu einem richtigen Abenteuererlebnis und man weiß ohnehin vorher nie, was man noch Neues entdecken wird.

































