Samstag, 8. November 2014

Ausflug mit Kindern: Spaziergang durch unser Dorf oder kleiner "Tiergarten" ohne Eintritt




Schon als Kinder war uns die lange Wanderung zu einem alleinstehenden Baum mitten an einem Weidenhang über einem kleinen Sumpf nie zu weit, sodass wir immer wieder unsere Brotzeit dort hinaufschleppten, um im Schatten des Baumes Spiele zu spielen oder auf dem zugehörigen Jägersitz die Gegend zu beobachten, herumzulaufen und uns Geschichten auszudenken.

Noch heute ist dieser Baum deshalb etwas Besonderes und immer, wenn wir daran vorbeikommen, holen wir das Brett unter den Wurzeln hervor, wickeln das wetterfeste Seil vom Ast und bauen unsere Schaukel wieder zusammen, um ein wenig die Aussicht zu genießen und über dem Hang zu schaukeln.



Auf unserem Spaziergang entdecken wir natürlich je nachdem, welche Strecke gegangen wird, unendlich viel Sehenswertes.

Eine dieser Sehenswürdigkeiten ist die Pestsäule, die an die vielen an der Pest Gestorbenen sowie die davon Verschonten in der Geschichte unseres Dorfes erinnert.


Auf dem Weg entdeckt man natürlich immer wieder Jägersitze, auf die wir immer noch gerne klettern, um uns umzuschauen.

Auch eine große Anzahl an Tieren haben wir hier auf dem Weg von einem Hof bzw. Haus zum anderen. Dabei gibt es hier keineswegs so viele Bauernhöfe wie es scheint, sondern viele Bewohner unseres Ortes mit größeren Gärten halten dort Tiere.



So kann es im Sommer schon mal vorkommen, dass wir die Heuballen auf dem Feld zum Anlass für einen kleinen Ausflug mit den Cousinen nehmen. Hier kann man sie hochheben und auf die Ballen setzen, sie dann herunterrutschen lassen und sie auffangen. Das macht den Kleinen (und natürlich auch den Großen) unheimlich viel Spaß.

Als wir nun schon einmal auf dem Feld waren, gingen wir gleich noch eine größere Runde und schauten wie bei einem Tiergartenbesuch bei sämtlichen Gärten mit Tieren vorbei.






Dabei ging es vorbei an einem Hof mit drei weißen Ponys, die wir streichelten und beobachteten.

Dahinter standen auch noch die Kühe und man hörte die Pfauen (gesehen haben wir sie an diesem Tag leider nicht).



Natürlich geht fast jeder Spaziergang an unserem Grundstück mit den Weihern vorbei, in dem die Familie früher Schafe und Hühner hielt und wo momentan noch Forellen gezüchtet werden. Diese werden dann gerne geangelt und zum Beispiel vor Ostern zubereitet.


Dort findet man an den Ufern öfter mal Muscheln und im Wald nebenan schon mal ein paar kleine Laubfrösche.


Auch einen riesigen Ameisenhaufen gibt es, weshalb man mit offenen Schuhen doch etwas misstrauisch werden sollte, wenn man etwas an den Füßen spürt. ;-)

Dass meine Oma keine Schafe mehr hat, ist nicht weiter schlimm, denn eine Nachbarsfamilie hat einige im Garten.



Eine weitere große Weide hat gleich viele verschiedene "Bewohner", nämlich Wollschweine, ein Pony, Pferde und kleinere Rinder. Dafür ist die Weide natürlich auch riesig groß. ;-)


Ansonsten gibt es natürlich einige Gärten mit Hühnern, Gänsen und sogar Truthähnen.


Vorbei kommt man hier auch an einer großen Anzahl an Obstbäumen mit Birnen, Äpfeln, Mirabellen und Nussbäumen, entlang an einem Feldweg, der zu den Jugendzeiten meiner Oma immer "Liebesweg" hieß und aufgrund der Flurbereinigung quasi allen Dorfbewohnern gleichermaßen gehört.

Deshalb machen wir bei einem Spaziergang im Herbst immer einen kurzen Umweg für eine Portion Obst auf dem Weg.




Ein "Pflichtbesuch" beim Nach-Hause-Kommen ist natürlich das Rehgehege neben unserem Garten, die regelmäßig von den Kindern mit Gras gefüttert und gestreichelt werden.

So wird ein Spaziergang immer zu einem richtigen Abenteuererlebnis und man weiß ohnehin vorher nie, was man noch Neues entdecken wird.

Donnerstag, 6. November 2014

Halloween und Allerheiligen: Kürbiskuchen-Cakepops, Halloween-Show, Werwolf-Spiel, Pizza-Brötchen und englischer Kuchen

An Halloween tun sich in meiner Familie immer sämtliche Cousins und Cousinen zusammen und abwechselnd wird dann in dem einen oder anderen Elternhaus gefeiert. Da wir letztes Jahr bei meiner Tante waren, fand es dieses Jahr bei uns statt.


Als Auftakt für den Halloweenabend unternahmen wir einen kleinen Ausflug nach Pullman City, wo eine Halloween-Show stattfinden sollte. Natürlich waren wir schon ein wenig früher dort, um uns die ganz im amerikanischen Stil gruselig dekorierte Westernstadt anzusehen.

Überall wimmelte es nur so vor grauenhaften Gestalten (Verkleidete mussten nämlich keinen Eintritt zahlen) und von jedem Dach leuchteten Kürbisse herunter.

Die Show fand in der Arena statt, enthielt als "Kampf des Guten gegen das Böse" allerlei düstere Gestalten, die mit Pyrotechnik und Feuerspielen die Zuschauer zum Staunen brachten.

Natürlich hatte die Show schlussendlich ein Happy End, weil das Einhorn das kleine, kranke Mädchen rettete. Da viele Kinder mitspielten, gab es auch "kleine" Monster. ;-)

Danach gab es noch Schokoerdbeeren für alle und dann ging es auch schon wieder zurück nach Hause. Dort wurden Kürbiskuchen-Cakepops, allerlei Gummiwürmer sowie Chips mit Salsadip in großen Mengen verspeist.

Bei diesen ist mir ein kleines Missgeschick passiert. Aus irgendeinem Grund hatte ich die Vanilleglasur der Cakepops mit roter Lebensmittelfarbe blutrot färben wollen und dabei vergessen, dass weiß und rot als Mischung natürlich rosa ergibt.

Rosa - wie gruselig ist das denn bitte?! Nun, man könnte es ja als Gehirn sehen? Naja, wenigstens hatten wir so alle etwas zu lachen... ;-)

Ansonsten habe ich bezüglich der Glasuren sämtliche Schokolade verbraucht, die wir noch zu Hause hatten, deshalb gab es von allem etwas - das war eigentlich auch praktisch, denn so gaukelte es eine größere Auswahl zwischen verschiedenen "Sorten" vor. ;-)


Kürbiskuchen-Cakepops

Kürbis-Kastenkuchen:

225g Mehl
3-4 EL Kakaopulver
1/2 Päckchen Backpulver
400g Kürbis, geraspelt
50g Schokolade in Stücken
100g Haselnüsse, gemahlen
4 Eier
1 TL Zimt
125g Zucker
1 Päckchen Vanillinzucker
175g Butter
1/4 TL je Nelke und Ingwer gemahlen

Sämtliche Zutaten werden vermischt und bei 175°C ca. 60 Minuten gebacken.

Cakepops (adaptiert von hier):

75g Butter
125gFrischkäse
150g Puderzucker

Schokoladenguss: Vanilleglasur, weiße Schokolade, Vollmilchschokolade

Zuerst schneidet man sämtliche "harten" Bereiche des abgekühlten Kastenkuchens ab, sodass nur noch fluffig weiche Innenmasse übrig ist und zerbröselt diese. Anschließend gibt man Butter, Frischkäse und den Puderzucker hinzu und verrührt die Masse zu einer Art Mürbteig. Diesen formt man zu 2-3 cm großen Kugeln (bei mir waren es ca. 50) und stellt diese kalt. Dann schmilzt man die Glasur, tunkt jeweils die Holzspieße ein und steckt jeden in eine Kugel. Sobald die Spieße durch die getrocknete Glasur feststecken, nimmt man sie, taucht sie in die flüssige Schokolade, dreht sie zum Abtropfen hin und her, stellt sie in ein stabildes Glas (mit Zeitungspapier darunter zum Abtropfen) und bestreut sie mit Streuseln, Schokolraspeln oder Smarties.


Währenddessen wurde Werwolf gespielt. Diese Spielwahl habe ich der lieben V. zu verdanken, die mir anhand der Gästezahl und ihres Teenager-Alters ein paar Spielvorschläge machte und dann auch noch so lieb war, mir die kostenlose App und die Anleitung zu schicken, damit der Durchführung auch nichts im Weg stand.

Die Spielkarten mit den einzelnen Rollen bastelten wir selbst aus dickem Filz und beschrifteten sie.

Natürlich wusste ich im Vorhinein nicht, wie sie auf das Spiel reagieren und ob es ihnen Spaß machen würde, aber es war ein großer Spaß und ein voller Erfolg!


Allerheiligen ist bei uns einer der unzähligen Gründe, warum die gesamte Familie zusammenkommt. ;-) Natürlich wird dann auch fleißig vorbereitet und viel gegessen. Diesmal gab es vor allem Pizzasemmeln, einmal vegetarisch (unter anderem mit Mais, Champignons und Paprika) und einmal mit Wurst. Dazu gab es Nudelsalat, Wurstsalat und gemischten Salat.
 
Pizzasemmeln

150g Schinken
150g Salami
75g Margarine
200g Gouda
1 Glas Champignons in Scheiben
400ml Sahne
Pizzagewürz, evtl. Ketchup

Für die Pizzasemmeln vermischt man einfach sämtliche Zutaten und belegt Baguettescheiben bzw. Semmelhälften damit. Diese werden dann auf ein Blech gelegt und im Ofen bei 180°C überbacken, bis der Käse geschmolzen ist.



Natürlich gab es vor den herzhaften die süßen Speisen und zwar einen englischen Schokokuchen (der so schnell weg war, dass ich genau einen (!) Schnappschuss beim Tisch decken machen konnte) von meiner Mama, bunte Muffins mit Fledermäusen und nicht zu vergessen die leckeren Spinnen-Krapfen von unserem Bäcker!

Und wenn ich schon dabei bin, muss ich unbedingt auch noch ein Bild der unheimlich leckeren Eulen-Muffins zeigen, die meine Tante mit Hilfe von Oreo-Keksen für die Geburtstagsparty meiner kleinen Cousine gebacken hat. ;-)



Englischer Kuchen 

300g Margarine
300g Zucker
6 Eigelb
2 EL Rum
2 Päckchen Vanillinzucker
100g geriebene Zartbitterschokolade
150g gemahlene Nüsse
150g Kokosflocken
200g Mehl
1 Päckchen Backpulver
6 Eiweiß

Schokolade ca. 100g für den Guss

Zunächst rührt man die Margarine mit dem Zucker, den Eigelben und demVanillinzucker 12 Minuten schaumig. Dann gibt man den Rum, die Schokolade, die Nüsse, Kokosflecken sowie Mehl und Backpulver dazu und vermischt alles. Zum Schluss schlägt man das Eiweiß steif und hebt es unter den Teig. Dieser wird nun in eine eingefettete Springform gegeben und ca. 60 Minuten bei 175°C gebacken.

Sämtliche Leckereien passen perfekt zum Sweet Treat Sunday von Kerstin! 
 

Mittwoch, 5. November 2014

One lovely blog award - 7 Fakten über mich


Ioana vom Blog Miss Red Fox hat mich netterweise für one lovely blog award nominiert und deshalb gibt es heute 7 Fakten über mich!

Die Regeln:

1. Verlinke die Person, die dich nominiert hat – erledigt.
2. Blogge die Regeln und zeige den Award - erledigt.
3. Veröffentliche 7 Fakten über Dich – siehe unten.
4. Nominiere 15 Blogger und teile ihnen die Nominierung mit – siehe unten.


  1. Ich bin leidenschaftliche Radfahrerin und dabei hält mich fast kein Wetter auf - wobei es dann schon einmal sein kann, dass ich von oben bis unten weiß wie ein Schneemann ankomme, weil mich auf der Fahrt ein spontanes Schneegestöber überrascht hat.
  2. Ich bin die Älteste von 3 Schwestern und habe schon seit jeher die Rolle der "Großen" völlig verinnerlicht.
  3. Am allerglücklichsten bin ich, wenn ich den ganzen Tag draußen verbringe. Deshalb ist das herbstliche Pilze suchen eines meiner liebsten Hobbys und während dieser Zeit fest in den Tagesablauf eingeplant - komme, was da wolle!
  4. Mein Mehlverbrauch ist gefühlt unendlich!
  5. Bis ich aus der Schule kam, konnte ich kein bisschen kochen oder backen und weigerte mich strikt, wenn meine Mama mir so etwas beibringen wollte. Kaum war ich ausgezogen und hatte die liebe V. kennen gelernt, war ich von ihrer kreativen Art in der Küche so begeistert, dass ich nach und nach immer mehr ausprobiere und dazulerne. Und mittlerweile stelle ich mich beim Kochen neben meine Mama uns löchere sie mit nervigen Detailfragen zu den geliebten traditionellen Rezepten.
  6. Ich entdecke unheimlich gerne neue Orte, aber ich bin auch sehr heimatverliebt und kann nie lange von daheim wegbleiben, ohne dass es mich wieder dorthin zieht.
  7. Immer, wenn ich zum Essen einlade, ist es am Ende so, dass mehr Personen kommen, als ich geplant hatte. Entweder, weil jemand unverhofft doch Zeit hat oder weil jemand einen weiteren Gast mitbringt. Irgendwie habe ich die "Tugend" meiner Oma geerbt, grundsätzlich eher zu wenig zu kochen als zu viel. Während sie diese "Tugend" perfektioniert hat (ich sage nur: 10 Fischstäbchen für 3 Teenager plus sie selbst), versuche ich, den möglichen Essensmangel durch umso mehr Nachspeisen auszugleichen - denn dadurch wird man ja schließlich auch irgendwie satt. 
Da es schwierig ist, 15 Blogger zu finden, die nicht bereits nominiert sind bzw. keine Awards wollen, nominiere ich hiermit nur 3 Blogs:

1. gkkreativ
2. dtnbx
3. eindekoherzalindenbergen

Dienstag, 4. November 2014

Geburtstagsgeschenk: süßes Essenspaket (Bananenkekse, Tomatenmarmelade, Apfel-Holunder-Gelee, Pfefferminztee, heiße Schokolade) und Kürbiskekse


Während der Ferien hatte meine Freundin H. Geburtstag - da wir uns alle erst danach wiedersahen, wurden das Gebäck bzw. die Geschenke einfach nach hinten verlegt. Sie bekam von mir eine Mischung aus allerlei Süßem - ob zum Essen oder Trinken. Die Kekse-Fertigbackmischung hatte ich vorbereitet, da H. oft und gerne morgens selbstgebackene Kekse für uns alle mitbringt - damit sie für den Fall eines Zeitmangels trotzdem welche machen kann. ;-)

Dieses Rezept stammt aus dem Buch "Geschenke aus meiner Küche" von Annik Wecker und ist dort eigentlich nicht als Backmischung zum Verschenken gedacht, aber es ist schon seit Jahren eines unserer liebsten Keks-Rezepte und deshalb fiel die Wahl darauf.

Ich hatte natürlich nicht als Einzige die Idee mit dem Süßen, nur dass V. und M. quasi etwas fleißiger waren als ich und ihr direkt etwas gebacken haben. So hatten wir ein spontanes Frühstückspicknick mit leckerem Bananenbrot und unheimlich saftigem Kirsch-Streuselkuchen.


Die Marmeladensorten kannte sie noch nicht und da H. mit solchen Sorten immer gerne experimentiert (z.B. Löwenzahnblütengelee), kann sie so einfach mal zwei Neue ausprobieren. Damit sie abends wenn es jetzt bald kälter wird auch etwas Warmes zu trinken hat, bekam sie natürlich (wie mittlerweile schon viele zuvor) ein Tütchen für heiße Schokolade und ein Tütchen mit getrockneten Pfefferminzblättern, geerntet aus unserem Garten, für ein paar Tassen Pfefferminztee.

Heiße-Schokolade-Pulver
selbstgemachte Teesorten
Apfel-Holunder-Gelee 
Tomatenmarmelade 



Da ich keine passende Papiertüte für die Backmischung hatte, habe ich einfach aus Paketpapier und einem Tacker selbst eine gebastelt. Die Mischung habe ich in einen Plastikfrischhaltebeutel gegeben und verknotet. Dann habe ich aus Paketpapier großzügig ein Rechteck ausgeschnitten, sodass der Beutel locker darin Platz hatte, die Ränder einmal gefaltet und festgetackert, damit es nachher schöner aussah. 
Nun legte ich den Beutel auf die eine Hälfte des Rechtecks und tackerte wiederum die 3 Ränder fest.


Danach kam die Zucker-Zimt-Mischung in einen zweiten, kleineren Beutel, der an dem großen festgetackert wurde.


Dann wurde noch die Backanweisung abgeschrieben und am großen Beutel festgemacht.

 

Als Dekoration nähte ich einfach mit jeweils einem Fadenstich eine Blume aus Potpourriblättern mit einer Perle in der Mitte auf ein kleinen runden Karton, den ich dann an netzartigem Dekorationsstoff festnähte und diesen als Dekoration auf dem kleinen Beutel festtackerte.

Da ich für all die anderen Beschriftungen bzw. Dekorationen dasselbe Packpapier bzw. Farbtöne benutze, harmonierte alles schön miteinander. So ist es das perfekte Bastelprojekt für eine liebe Freundin, passend zum Creadienstag und Crealopee.




Bananenkekse: Backmischung (adaptiert aus "Geschenke aus meiner Küche" von Annik Wecker)

großer Beutel:
300g Mehl
3 TL Backpulver
1 Prise Salz
250g Zucker

kleiner Beutel:
50g Zucker
2 TL gemahlener Zimt

weiterhin benötigt:
1-2 reife Bananen
1 TL Zitronensaft
200g Butter
1 Ei

Zunächst vermischt man Mehl, Backpulver, Salz und Zucker mit zerdrückten Bananen, Zitronensaft, Butter und Ei. Aus diesem Teig formt man nun walnussgroße Kugeln, wälzt diese in der Zucker-Zimt-Mischung und legt sie in etwas Abstand auf ein Blech. Sie werden bei 180°C goldbraun gebacken. Der Teig reicht für ca. 2-3 Backbleche.



Der Abend wurde thailändisch, denn H. hatte im Sommer über einen Monat in Thailand verbracht und für uns aus einigen Fotos eine Präsentation zusammengestellt, die sie uns mitsamt tollen Anekdoten und allerhand Wissenswertem präsentierte.

Da sie in Thailand einen Kochkurs mitgemacht hatte, beschloss sie, eine Variation des dort gelernten Currys mit Kürbis für uns zuzubereiten und es war wirklich köstlich!

Als Süßes für nebenbei gab es von mir Kürbiskekse und H. hatte es natürlich nicht abwarten können und bereits die Backmischung für Bananenkekse ausprobiert. ;-)



Kürbiskekse

250g Mehl
100g gehackte Mandeln
1/2 Päckchen Backpulver
1 Prise Salz
125g Butter
1 Ei
150g Zucker
gemahlene Vanille
1/2 TL Zimt
2 EL Rum
250g Kürbisfleisch

Zunächst schneidet man das Kürbisfleisch in grobe Stücke und dämpft es im Topf, bis es weich wird und sich pürieren lässt. Das Kürbispüree gibt man dann zu sämtlichen anderen Zutaten und vermischt die Masse zu einem glatten Keksteig. Dieser wird in Häufchen auf 2 Blechen verteiltund bei 175°C ca. 15 Minuten gebacken.



Es war wieder einmal ein richtig schöner Abend voller Inspiration, Geschichten und Lachen! Achja und natürlich unheimlich leckerem Kürbis-Curry! ;-)

Die süßen Sachen müssen natürlich auch beim Sweet Treat Sunday von Kerstin vorgestellt werden. Die Rezepte passen außerdem perfekt zu Inas Motto dieses Monats bei Let's cook together!

Samstag, 1. November 2014

Laugengebäck mit Bärlauchgeschmack in sämtlichen Variationen (Stangen, Brötchen und Teigschnecken mit Pesto-Füllung) und Besuch in der Kunstgalerie


Laugengebäck ist bei uns grundsätzlich sehr beliebt und seit ich von der lieben V. das allerbeste Rezept weitergeleitet bekam, wird es auch oft gebacken. Hier hatte ich bereits einige Variationen beschrieben, die man aus einem Grundrezept für Laugengebäck machen kann.



Für dieses Mal dachte ich mir wieder ein wenig andere Gebäckstücke aus, denn ein ganzes Blech voller Gebäck ist ja schön und gut, aber nach der 5. Laugenstange will man auch wieder einmal etwas anderes essen. Meine Lösung dafür ist, den Teig zu vierteln und dabei bezüglich Füllungen, Belägen oder einfach nur der Form zu variieren (manchmal reicht es schon, wenn etwas einfach anders aussieht).

Außerdem sieht der Brotzeittisch mit den verschiedenen Sorten ohne viel Aufwand gleich reichhaltiger aus. ;-)

Der Grundgeschmack war diesmal auch etwas anders, weil ich Bärlauchgewürz verwendete, um den Teig einen würzigen Geschmack zu geben.


Laugengebäck mit Bärlauchgeschmack (ca. 24 Stück; Rezept adaptiert von hier):

1kg Weizenmehl
260ml Wasser
260ml Milch
150g Butter
1 Päckchen Frischhefe (42g)
2TL Salz
1 1/2 Liter Wasser
3 EL Natron
4 TL Bärlauchgewürz
Sonnenblumenkerne, Leinsamen
Tomatenmark
Kürbiskernöl

Zunächst vermischt man Mehl und Salz. Anschließend erhitzt man das Wasser, schmilzt darin die Butter und gibt kalte Milch dazu; in der nun lauwarmen Mischung löst man die Hefe auf. Das Ganze wird zum Mehl gegeben und zu einem mittelfesten Teig verarbeitet. Der Teig soll in einer abgedeckten Schüssel ca. 45 Minuten bis zum doppelten Volumen gehen.
Aus je einem Viertel des Teiges formt man Teigschnecken, die man wahlweise vor dem Aufrollen mit Tomaten- bzw. grünem Pesto bestreicht, sowie Semmeln oder Stangen, die in sich verdreht werden.
Nun bringt man das Wasser für die Lauge in einem Topf mit mindestens 20cm Durchmesser zum Kochen und gibt das Natron hinzu (Vorsicht: schäumt leicht auf). Das fertige Laugengebäck wird paarweise in die leicht kochende Lauge gelegt und herausgenommen, sobald es oben schwimmt (dauert ca. 5 Sekunden). Danach wird das Gebäck auf 1-2 Blechen verteilt und wahlweise mit Sonnenblumenkernen sowie Leinsamen bestreut. Die Semmeln werden in der Mitte eingeritzt und etwas Kürbiskernöl darübergeträufelt. Außerdem wird die Hälfte der Stangen längs eingeritzt und Tomatenmark hineingegeben. Die Menge passt auf 2 Backbleche. Die Bleche sind im vorgeheizten Backofen bei 160° Heißluft ca. 25 Minuten zu backen.


Durch die Pestosoßen und das Tomatenmark waren die Gebäckstücke bereits vor dem Backen sehr farbenfroh, aber als nach dem Backen das Kürbiskernöl die Semmeln auch noch grün färbte (das wäre mal etwas für Halloween gewesen ;-)), war das Ergebnis wirklich fast schon bunt.

Natürlich konnte ich mir deswegen allerlei misstrauische Kommentare mit Vergiftungs-Verschwörungstheorien anhören - trotzdem wurde fast alles sofort aufgegessen. ;-)

Das Laugengebäck eignet sich perfekt mehrere Tage als Snack für die Mittagspause bzw. kann man auch super in Portionen einfrieren!

Außerdem kann man so perfekt der kleinen Schwester ein wenig Selbstgemachtes für das Wochenende mitgeben, wenn diese wegen eines kaputten Kühlschranks essensmäßig etwas eingeschränkt ist, denn sie schmecken auch nach ein paar Tagen noch richtig lecker!

Verbunden habe ich diese "Übergabe" plus ein paar selbstgebackenen Keksen mit einem gemeinsamen Besuch der aktuellen Kunstausstellung von Oskar Kokoschka in der Ostdeutschen Galerie.

Die Aufnahmen, die er nach seiner Abreise aus Prag in den Dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts aus dem Gedächtnis von der Stadt malte, haben mich besonders berührt. Da ich bereits dort war, erkannte ich auch einige Stellen in den Szenen der Gemälde wieder.

Aber auch sonst war sein Lebenslauf verbunden mit den dazu dargestellten Werken und auch die Werke weiterer Künstler zu dieser Zeit wirklich interessant - so sieht man Geschichte einmal aus einer ganz anderen Perspektive, erzählt durch die Lebenswerke und den Werdegang verschiedener Künstler!

Im zweiten Stock waren dann noch Kunstwerke aus mehreren Epochen zu sehen, die dauerhaft in der Ostdeutschen Galerie ausgestellt werden.

Es war wieder einmal ein sehr schöner kleiner Ausflug und was gibt es Schöneres, als an einem schönen Herbsttag durch ein Kunstmuseum zu wandern und mit einem Kopf voller Bilder, Geschichten und Inspiration wieder herauszukommen?! ;-)