Donnerstag, 11. September 2014

Ausflug in die Westernstadt: Pullman City an einem Regentag

Wenn uns an einem Regentag die Decke auf den Kopf zu fallen droht, wir spontan eine kleine Radtour unternehmen wollen oder aber Besuch über das Wochenende kommt, dann gibt es natürlich viele Möglichkeiten, was man hier tun kann, aber die einfachste ist: Eine Fahrt zu Pullman City, der Westernstadt.

Besucher von weiter weg sind immer sehr begeistert, weil die Stadt doch sehr einzigartig ist - auch mit der Liebe zum Detail - und sie so etwas noch nie gesehen haben. Auch für uns ist dieser kleine Ausflug immer wieder ein tolles Erlebnis und wird nie langweilig, weil jede Saison etwas Neues dazukommt.

An dem Tag, an dem wir die Westernstadt besuchten - man sieht es auf den Bildern - wechselte sich das Wetter ab zwischen Regenfällen, die wir gemütlich auf einer Bank unter dem Dach einer der zahlreichen Holzhütten verbrachten, und strahlendem Sonnenschein, an dem wir uns wieder aufmachten, um die Gegend weiter zu erkunden. 

Für meine Schwester als leidenschaftliche Reiterin lohnt sich der Ausflug alleine schon wegen der großen Anzahl an Pferden, teilweise Showpferde und teilweise diejenigen von Besuchern, die sie betrachten und streicheln kann.



Kinder können hier auch unter Aufsicht einmal über das Gelände reiten beziehungsweise die Kleinsten auf den Ponys.

Durch die vielen verschiedenen Tiere, die über die gesamte Westernstadt verteilt sind, kommt es mir manchmal vor wie ein kleiner Tiergarten - was für Kinder besonders toll ist.

So gibt es am Eingang schon Rinder und Bisons.




Man blickt dann von einer kleinen Eisenbahn für Kinder auf ein Ziegengehege und unterhalb eines Abhangs in Richtung Goldgräberhütte und See entdeckt man Pfauen, Lamas und einen Esel.



Neben den zahlreichen Pferdeställen und -gehegen gibt es noch zwei Straußvögel, Ponys und den zum Gelände gehörenden Hasen mit dem Namen "Brille" (er hat jeweils einen schwarzen Rand um beide Augen, deshalb die Namensgebung).




Diejenigen Besucher, die länger als einen Tag bleiben, können im eigenen Campingwagen übernachten oder in einer der zahlreichen Block- und nostalgischen Hütten, den Zelten oder Indianertipis. 

Dazu gibt es noch eine kleine "Festungsstadt" mit hölzerner Stadtmauer, vier Bewachungstürmen und Rundgang, in der auch einzelne Hütten bewohnt werden. 

Das riesig große Tipi wird von Animateuren betreut und bietet mehrere Beschäftigungsmöglichkeiten für die Kinder der Urlauber. 

Die überdachte Holzbrücke über einem Bach mitten im Wald in der Nähe von einem Indianerzeltdorf erinnert mich immer an den Filmklassiker "Brücken am Fluss".

Nicht nur die Angestellten der Westernstadt, sondern auch die meisten Besucher sind passend zum Motto gekleidet - ob einfach nur mit Cowboystiefeln und -hüten oder in voller Montur wie zu früheren Zeiten. 

Hilfreich ist hierbei auch ein Kleidungsladen mitten in der Westernstadt mit Korsetts, Unterröcken, passenden Stiefeln, Lederbändern und Halstüchern etc. 

Zur Unterhaltung gibt es regelmäßige Kunstreiter- bzw. Historyshows sowie Themenabende mit Bands. 

An solchen Abenden sind die Restaurants und die Cocktailbar mit Bänken auf der "Straße" erweitert, weil so viele Gäste da sind. 

Letztens waren mein Papa und ich an einem solchen Abend in der Westernstadt, um im dortigen mexikanischen Restaurant ein wahnsinnig leckeres Abendessen zu verspeisen (ich musste für meinen Papa das Gericht auswählen, weil er sich mit mexikanischem Essen nicht so gut auskennt und grundsätzlich etwas bestellen würde, das ihm nicht schmeckt - diesmal hat es ihm super geschmeckt ;-)) und die Stimmung beim Schlendern durch die Stadt war der Wahnsinn! 

Neben den Restaurants gibt es in der Westernstadt noch Würstchenbuden und einen Eis- sowie Schokofrüchtestand, ein Casino, einen Saloon, eine Schießbude, ein Café und Souvenirshops. 

Jede dieser Hütten ist einzigartig nach historischen Vorbild gestaltet, genauso wie das Indianerzelt aus Moos und Ästen. 

Es gibt auch eine Goldgräberhütte neben dem kleinen Weiher zum Goldwaschen und eine kleine Kapelle wie man sie aus Filmen wie "Unsere kleine Farm" kennt. 

Im Mandan Erdhaus sind Fotos von amerikanischen Ureinwohnern sowie traditionelle Waffen etc. ausgestellt.

Das gesamte Gelände, reich an Waldgebiet, ist sehr authentisch mit viel Holz gebaut und jede Saison gibt es etwas Neues zu entdecken - in diesem Jahr war es ein kleiner Kletterspielplatz für Kinder. 

Von diesem Ausflug hatten sowohl Kinder als auch Erwachsene sehr viel und wir werden die Westernstadt bestimmt bald wieder besuchen!

Montag, 8. September 2014

Minipizzas - Pizzateig sowie Pizzabeläge in sämtlichen Variationen (Schinken-Käse-Champignons-Mais, Rucola-Lachs-Crème fraîche, Hähnchen-Curry-Ananas, Zucchini-Käse-Limette, karamellisierte Tomate-Mozzarella-Basilikum)


Pizzateig: Die Basis besteht aus einem Hefeteig aus 500g Mehl, einem Hefewürfel, einer Prise Zucker, 1 TL Salz und so viel lauwarmem Wasser wie nötig ist. (Ich mache das leider immer nach Gefühl und stelle mir einen Becher Wasser neben den Teig, so dass ich nach und nach noch etwas dazugeben kann. Diesen lässt man ca. 1 Stunde ruhen und formt 8 - 10 Minipizzas für ein Blech daraus.

Pizzateig ohne Hefe: Einfach 500g Mehl mit 1/2 Päckchen Backpulver sowie 1 TL Salz und so viel lauwarmem Wasser wie nötig zu einem Teig verarbeiten, aus dem man genauso 8 - 10 Minipizzas formt, die man belegen und sofort in den Ofen schieben kann.

Wenn es sehr schnell gehen muss: Einfach eingefrorene Laugenstangen aus dem Tiefkühlfach kaufen, etwas antauen lassen, jede Stange halbieren und daraus jeweils eine Minipizza formen, die sofort belegt und nach Packungsanweisung gebacken werden kann. So hat die Pizza durch den Brezenteig auch noch einen neuen Geschmack!




Traditionell:
Tomatensoße, Schinken, Käse, Champignons und Mais
 
Man bestreicht die Minipizzas zuerst mit passierten Tomaten (so wird es sehr saftig, stattdessen kann man auch den Teig mit Öl bestreichen, etwas Tomatenmark daraufgeben und dies vermischen, was würziger schmeckt) und belegt ihn zuerst mit Schinkenstreifen, dann mit Champignons, streut Mais darauf sowie anschließend Käse.
Dies braucht dann im auf 175°C vorgeheizten Backofen ca. 15-20 Minuten.




Mediterran: Pizza Salmone

Tomatensoße mit 250g tiefgefrorener Lachs, 1 Becher Crème fraîche und Rucola

Die Pizzas mit passierten Tomaten bestreichen,  den noch tiefgefrorenen Lachs in Würfel schneiden und diese auf den Minipizzas verteilen. Zwischen oder auch auf die Lachsstücke jeweils einen Teelöffel Crème fraîche geben - oder gerne mehr - und ab in den Ofen bei 190°C für 20 Minuten.
Der Rucola wird zwischenzeitlich gewaschen und kommt im Nachhinein kurz vor dem Verspeisen auf die heiße Pizza.

 

Süß-sauer: Hähnchencurry mit Ananassoße

1 Hähnchenbrustfilet oder Putenschnitzel
Curry, etwas Schlagsahne, etwas Öl
Für die Soße:
1 Dose Ananasstücke
1 EL Butter
1 EL Mehl
etwas Brühe, Curry
 
Zuerst seiht man die Ananasstücke ab und bewahrt den Saft für die Soße auf. Für diese lässt man 1 EL Butter im Topf schmelzen, gibt einen EL Mehl darauf und verrührt alles, um es schließlich mit dem Ananassaft abzulöschen, zu verrühren und alles eine Weile köcheln zu lassen, damit es eindickt. Abgeschmeckt wird die Soße noch mit Brühe und Curry und zum Schluss werden die Ananasstücke hinzugefügt. Dies verteilt man dann auf sämtlichen Minipizzas und gibt anschließend das in kleine Streifen geschnittene Fleisch, das in etwas Öl, Sahne und Curry angebraten wurde, darüber. Anschließend kann je nach Wunsch noch Gemüse (z.B. Brokkoli) und/oder Käse darübergegeben werden. Die Pizzas brauchen ca. 20 Minuten bei 175°C und sind eine Abwechslung gegenüber dem, was man sonst so isst.



Vegetarisch: Zucchinipizza (Idee von hier)


Öl, frische Kräuter, Zucchini, Gewürze, Butterkäsescheiben, etwas Limettensaft

Man bestreicht zunächst die Pizzas mit Öl und gibt die Zucchinischeiben darauf. Diese werden nun auch noch mit Öl bestrichen und kräftig mit Oregano, Salz, Paprika- und etwas Chiligewürz sowie frischen Kräutern bestreut, mit Käsestreifen belegt und bei 175° für 20 Minuten gebacken. Danach träufelt man noch etwas Limettensaft darüber.




Vegetarisch: Tomate-Mozzarella-Basilikum (Idee von hier)


50g Butter, 3 EL Zucker, 400g stückige Tomaten, 1 EL Tomatenmark, 1 EL Balsamicoessig, Mozzarellascheiben oder Parmesan, frische Basilikumblätter

Zuerst lässt man die Butter schmelzen, gibt dann 3 EL Zucker dazu und lässt diesen leicht karamellisieren. Darauf gibt man dann vorsichtig (spritzt leicht!) die Tomaten, lässt diese eine Weile köcheln, wobei man mit Tomatenmark und Balsamicoessig abschmeckt. Die eingedickte Soße gibt man nun auf die Pizzas, wobei man die Ränder um ca. 1cm ausspart. Darauf gibt man dann eine Scheibe Mozzarella oder wie hier (aus Mozzarellamangel) je 1 TL Parmesan und bäckt die Pizzas bei 180°C ca. 15-20 Minuten. Nach dem Backen belegt man sie kurz vor dem Verspeisen mit frischen Basilikumblättern.

An meinem Geburtstag im letzten Jahr löste ich die Aufgabe, die ich jedes Jahr zu lösen habe (nämlich möglichst schnell möglichst viele hungrige Gäste einigermaßen satt zu bekommen) mit drei Blechen Minipizzas. Ich machte für uns elf insgesamt drei Bleche Minipizzas mit Hefeteig aus 1500g Mehl.

Aus diesen Belagrezepten wählte ich die "traditionelle" und "Hähnchen-Curry-Ananas"-Variante aus, bereitete die Soßen und Zutaten in Schüsseln vor und variierte mit den Belägen, sodass jede Minipizza ein bisschen anders war und auf jedem Blech genug Auswahl und Variation war, dass es nicht langweilig wurde und man Verschiedenes probieren konnte.

Das Praktische daran ist auch, dass man Minipizzas viel besser mit der Hand essen kann als Pizzastücke - so löst man das Problem eines eventuellen Geschirrengpasses (den es in Studentenwohnungen schnell mal gibt) und außerdem gefällt es so vor allem den Männern einfach besser! ;-)

Die Minipizzas kann man super vorbereiten und die drei Bleche einfach schon einmal mit den Teigkreisen belegen. Sobald die Gäste da sind, schiebt man ein Blech nach dem anderen in den Ofen.

Dies garantiert einen stressfreien, unkomplizierten und doch abwechslungsreichen kulinarischen Abend!









Donnerstag, 4. September 2014

Eingemachtes Gemüse (Zucchini-Paprika-Soße, Zucchini-Paprika-Salat, Bohnensalat und Brokkolisalat) und unser Gemüsegarten

Während des Sommers sind wir täglich mit unserem Gemüsegarten beschäftigt. Nicht nur das Gießen, sondern auch regelmäßiges Zurückschneiden, Hochbinden, neu Einpflanzen, Abernten und daraus entweder Salate bzw. frisch Gekochtes Zubereiten oder sämtliches Gemüse für den Winter Einkochen sind zeitaufwändig.

Dafür schmeckt das eigene Gemüse viel besser und auch im Winter macht es uns sehr stolz, wenn wir unser selbst gezogenes Gemüse für Salate verwenden können.





Da meine Mama grundsätzlich immer viel mehr Pflänzchen sät, als wir für uns brauchen und damit dann die gesamte Familie versorgt, bleiben trotz der enormen Größe unserer Familie doch immer noch welche über, die nicht in unseren Garten passen.

Diese werden dann in Töpfen rund ums Haus herum aufgestellt, sodass man beim Sonnen auf der Terrasse immer Tomaten, Paprika und auch Erdbeeren zum Naschen neben sich hat.





Dieses Jahr steht zum ersten Mal eine von mir hochgezogene Tomatenpflanze (ich hatte sie von V. und H., die sie extra für mich hochgepäppelt hatten, zum Geburtstag bekommen - damals sah sie noch so aus), erkennbar am grünen Übertopf und mit mittlerweile schon roten Kirschtomaten dran.

Im Garten selbst haben wir Brokkoli und Tomaten, Bohnen, gelbe und grüne Zucchini, Rhabarber, Kürbisse, Pflücksalat, Erdbeeren, Zwiebeln, Knoblauch, Paprika, Gurken, Petersilie, Schnittlauch und verschiedene Salatsorten.



Den ganzen Sommer wird kein Gemüse eingekauft, sondern kurz vor dem Kochen geht man mit einer großen Schüssel in den Garten, lässt sich inspirieren und erntet alles, was gerade reif ist und was man für ein bestimmtes Gericht braucht.

Während das Essen dann im Ofen ist oder vor sich hin köchelt, wiederholt man diesen kleinen Gartenspaziergang und bringt diesmal Zutaten für verschiedene Salate mit.


Wir haben zwei Komposthaufen, wobei abwechselnd jedes Jahr nur einer als solcher benutzt wird, während der andere zu guter Erde für den Gemüsegarten regeneriert. Dieser unbenutzte Komposthaufen wird jedes Jahr zum Anbau von Kürbissen und Kartoffeln genutzt.

Als meine kleine Cousine und ich ein paar schon ausgetriebene kleine Kartoffeln einpflanzten und ich ihr erklärte, dass daraus neue Kartoffeln wachsen würden, die man im Lagerfeuer grillen könne, antwortete sie freudestrahlend: "Passt, wir grillen heute Abend sowieso!" Ich musste lachen und ihr erklären, dass es doch "ein paar Tage" dauert, bis die Kartoffeln zu ernten sind: ;-)



Die Kürbiskerne stammen aus einem Hokkaidokürbis, aus dem wir letztes Jahr eine Kürbisquiche zubereiteten und ich bin richtig stolz, dass sie so gut gewachsen sind!



Zucchini-Paprika-soße

1kg Zucchini
Salz, Pfeffer
1kg rote und gelbe Paprika
500g Zwiebeln
1,5l Ketchup
250ml Salatöl
2 Spritzer Tabasco
2 Spritzer Worchestersauce

Zuerst raspelt man die Zucchini und salzt sie, dann würfelt man Paprika und Zwiebeln und lässt das Gemüse mit Ketchup, Öl, Tabasco- und Worchestersauce sowie Salz und Pfeffer eine Stunde köcheln. Fertig ist die Gemüsesoße, die nun in Schraubgläser abgefüllt wird.


Eingeweckter Bohnensalat

Zuerst erntet man sämtliche Bohnen von den Stauden, schneidet jeweils die Enden ab und die Bohnen schräg in Stücke. Diese kocht man dann in Salzwasser (durch das Salz behalten sie die grüne Farbe) auf und lässt sie köcheln, bis sie fast weich sind (durch das Einwecken werden sie ohnehin noch weicher, wenn man allerdings den Zeitpunkt verpasst - passiert uns oft - ist das aber auch nicht schlimm, der Salat schmeckt auch mit weichgekochten Bohnen sehr lecker!), siebt das Wasser ab und schreckt die Bohnen mit kaltem Wasser ab. Wenn sie abgekühlt sind, macht man mit Weißweinessig, Wasser und Salz einen Salat aus ihnen an (immer zu stark anmachen, da der Geschmack noch etwas einzieht), füllt den Salat (Bohnen müssen mit der Flüssigkeit ganz bedeckt sein) in die Weckgläser und weckt diese ein (erhitzen, bis das Thermometer 100°C anzeigt, dann die Hitze etwas reduzieren und 30 Minuten wecken, die Herdplatte ausschalten und den Weckbehälter noch 30 Minuten darauf stehen lassen, dann davon wegschieben und abkühlen lassen).

Natürlich kann man das Wecken auch einfach weglassen und daraus frischen Bohnensalat machen, was natürlich noch besser schmeckt, allerdings bei unserer großen Bohnenmenge nicht möglich ist. ;-)



Eingemachter Zucchini-Paprika-Salat

3kg Zucchini ohne Kerne
3 große rote oder gelbe Paprika
3 EL Salz
4 Zwiebeln
3 Tassen Weinessig
2 Tassen Zucker
1 EL Senfkörner
1/2 TL Kurkuma
1/2 TL Nelken

Zunächst würfelt man die Zucchini, schneidet die Paprika in Streifen, bestreut beides mit dem Salz und lässt es 3 Stunden ziehen. Dann gießt man die Flüssigkeit ab und lässt den Essig mit den Gewürzen aufkochen. Dazu gibt man nun die Zucchini und Paprika, lässt alles 5 Minuten zusammen köcheln und füllt es noch heiß in Schraubgläser.



Eingeweckte passierte Tomaten

Wenn meine Oma im Sommer mehr reife Tomaten hat, als sie an einem Tag verbrauchen kann, köchelt sie diese mit etwas Salz weich, siebt sie und weckt sie 30 Minuten im Weckbehälter bei 90°C für den Winter ein.
 Natürlich kann man die Menge auch abkühlen lassen und einfrieren.

Wir benutzen diese selbstgemachten passierten Tomaten als Soße für meine Gemüsesoße zur Füllung von Wraps, für Nudelgerichte oder Aufläufe. Sie schmecken einfach viel besser als die gekaufte Version!

Brokkolisalat

Die abgeernteten kleinen Brokkoliröschen werden nach dem Putzen und Waschen in etwas Wasser, gewürzt mit ein wenig Salz und Brühe, gedünstet, bis sie weich sind und als Salat verzehrt werden können. Man kann sie aber auch roh einfrieren und im Winter frisch dünsten. 



Die Zucchinisoße machen wir jedes Jahr in Mengen ein, weil sie unglaublich gut schmeckt und man im Winter, wenn man mal wenig Zeit hat, einfach nur Reis oder Nudeln kochen muss, dann die Soße darübergeben und fertig ist das Mittagessen.

Außerdem kann meine Mama so ihren zwei bereits daheim ausgezogenen Töchtern etwas Gesundes mitgeben, das ihnen auch noch den Alltag erleichtert.

Auch die eingemachten Salate sind im Winter sehr praktisch, weil man gesundes Gemüse aus dem eigenen Garten essen kann, obwohl dort längst nichts mehr wächst und auch im Frühjahr kann es schon mal dauern, bevor man wieder selbst ernten kann.

Als Mitbringsel eignen sich solche selbst gemachten Soßen und Salate super, da viele - gerade meine Freunde in der Stadt - selbst keinen eigenen Garten haben und diese Gaben deshalb noch mehr schätzen.





Montag, 1. September 2014

Schmetterlingsflieder, Gartenhighlights und wie aus einer Verletzung ein Edelstein wird


Als meine Tante H. Geburtstag feierte, wurde gegessen und im Pool gebadet, wieder gegessen, im Spielhaus mit den Kindern gespielt und natürlich der wundervolle Garten bestaunt.

Jedes Mal, wenn man hier zu Besuch kommt, gibt es ein neues, besonderes Highlight - sei es eine neu erblühte Pflanze, eine reif gewordene Obst- oder Gemüsesorte oder neu erworbene (oder hier auch oft der Fall: selbst gebaute) Dekoration.

Neidisch kann man auch fast werden auf die Pracht an lauter verschiedenen Zier- und Speisekürbissorten, die mein Cousin jedes Jahr pflegt und erntet.

Diesmal war das Besondere der Schmetterlingsflieder, der einen richtigen Schwarm lauter verschiedener Schmetterlingsarten barg. Vor allem meine kleine Cousine war ganz begeistert von den Schmetterlingen und rannte ihnen die ganze Zeit nach.



Der Garten hat teilweise Ecken, die bepflanzt und dekoriert sind wie die Toskana, mit Olivenbaum und duftenden Kräutern.



Andererseits gibt es auch viel Dekoration aus Metall und Stein (ein Einfluss meines Onkels und seines Vaters, die gerne mit ihrem Werkzeug Kunstgegenstände erschaffen), wie zum Beispiel auch die selbstgebaute Feuerstelle mit Steinbänken zum Grillen, der Brunnen oder die Terrassenmauer aus Stein.

Außerdem gibt es viele Schalen und Statuen aus verrostetem Material und Steinschalen, in denen Hauswurzpflanzen wachsen.


Obwohl hier verschiedene Stile zur Gartengestaltung verwendet wurden, so vereinen sie sich doch harmonisch zu einem fantastischen Garten, in dem man wirklich jede Ecke fotografieren möchte.



Beim vielen Herumlaufen der Kinder passiert es natürlich schnell mal, dass eines der Kleinen stürzt und sich die Knie aufschürft. Als dies letztens meiner Cousine L. passierte, so wuchsen "zufällig" direkt neben der "Unglücksstelle" Zauberblüten, die das Knie sofort wieder heil machen, sobald sie die Haut berühren - da sich die Kleine nur erschreckt und nicht wirklich verletzt hatte, funktionierte dieser Trick.

Dieses Mal hatte sie allerdings wirklch aufgeschürfte Knie, da half der Trick mit der Zauberblüte natürlich nur bedingt, weil die Knie erstens länger wehtaten und zweitens etwas Blut zu sehen war. Wir legten trotzdem eine Handvoll Zauberblüten (erstaunlicherweise gibt es diese in sämtlichen Formen und Farben) auf den Tisch - nur für den Fall.

Als sie das Blut bemerkte, erzählte ich ihr, wie Bäume "Harz bluten", wenn sie sich verletzen und daraus wunderschöner, wertvoller Bernstein wird und ob das nicht vielleicht bei ihr genauso sein könnte.

Mit ein bisschen Eis am Stiel, das sie sich dann noch zur Kühlung ans Knie hielt (es musste Eis am Stiel sein und kein Coolpack, weil sie danach das Eis noch aufessen konnte ;-)), war dann schnell alles wieder gut und es wurde weitergetobt.

Als ich L. am nächsten Tag traf und fragte, wie es den Knieen gehe, antwortete sie: "Ist noch kein Edelstein daraus geworden." ;-) Schon erstaunlich, was man mit etwas Fantasie alles "heilen" oder zumindest besser machen kann!